Benedikt in Angola: Papst-Messe vor rund einer Million Gläubigen - DER SPIEGEL
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Benedikt in Angola Papst-Messe vor rund einer Million Gläubigen

Rund eine Millionen Gläubige haben am Sonntag die Messe des Pontifex nahe der angolanischen Hauptstadt Luanda besucht. Benedikt gedachte auch der beiden Frauen, die bei einer Massenpanik starben. Während die Afrikaner den Papst feiern, fordern viele französische Katholiken seinen Rücktritt.
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Luanda - Papst Benedikt XVI. hat zum Höhepunkt seines dreitägigen Besuchs in Angola eine Messe vor rund einer Million Menschen nahe der Hauptstadt Luanda zelebriert. Die feierliche Messe unter freiem Himmel wurde überschattet von dem Tod zweier 20-jähriger Frauen, die am Samstag auf dem Weg zu einer Jugendveranstaltung mit dem Papst im Massengedränge ums Leben gekommen waren. Gleich zu Beginn der Messe sprach Benedikt von seiner tiefen Trauer um die beiden jungen Frauen. Er drückte Familien und Freunden der Toten seine Solidarität aus und betete für die 40 jungen Leute, die bei dem Vorfall verletzt wurden.

In Angola und in ganz Afrika sei es die Aufgabe der katholischen Kirche, der Welt ein Zeichen der Einheit zu geben, sagte Benedikt vor den Bischöfen des südlichen Afrika und der gewaltigen Menschenmenge auf der Cimangola-Ebene vor den Toren Luandas. Er wandte sich dabei nachdrücklich an die junge afrikanische Generation: "Ihr seid die Zukunftshoffnung, das Versprechen auf ein besseres Morgen."

In seiner Rede appellierte Benedikt an die Afrikaner, zukünftigen Generationen ein Erbe der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens zu hinterlassen. "Ich bin nach Afrika gekommen, um diese Botschaft der Vergebung, der Hoffnung und eines neuen Lebens in Christus zu predigen", sagte er.

Während die Gläubigen in Afrika das Oberhaupt der katholischen Kirche feiern, wächst in Frankreich die Ablehnung. Laut einer Umfrage des Instituts Ifob für die Sonntagszeitung "Journal du Dimanche" wünschen 43 Prozent der französischen Katholiken den Rücktritt Benedikt XVI. Sie fordern von der Kirche, ihre Haltung zu Verhütungsmitteln zu ändern. Der Papst lehnt Kondome als Prävention gegen AIDS ab.

rom/dpa/AFP/AP

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