Berlinale: Glitzer, Glamour und Appetit - DER SPIEGEL
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Berlinale: Knips! Mich! An!

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images

Berlinale Glitzer, Glamour und Appetit

Schaulaufen bei der Eröffnung der 61. Berlinale: Auf dem Roten Teppich tummelten sich Stars wie Isabella Rossellini und Heike Makatsch sowie reichlich Politprominenz. Für Murren sorgten die Coen-Brüder, die während ihres Films den Saal verlassen wollten, weil sie Hunger hatten.
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Berlin - Die Damen des Abends flanierten über den Roten Teppich, lächelten, drehten und wendeten sich: Da waren Heike Makatsch, Isabella Rossellini, Sandra Maischberger, Natalia Wörner, Juliane Köhler, Senta Berger, Iris Berben, Christine Neubauer und Katrin Sass. Männer wie Mario Adorf, Peter Lohmeyer, Clemens Schick, August Zirner, Wim Wenders, Dani Levy und Tom Tykwer zeigten sich bei der Eröffnung der 61. Berlinale - wie die Politprominenz - in charmanter Begleitung.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit schickte einen Extragruß in den Saal an Katja Eichinger, die Frau des kürzlich gestorbenen Produzenten Bernd Eichinger.

Mit Spannung wurde der neue Film der Coen-Brüder erwartet: der Western "True Grit" mit Jeff Bridges, Hailee Steinfeld und Josh Brolin. Etwas Murren gab es allerdings, weil das Coen-Team während des Films den Saal verlassen wollte, um Essen zu gehen. Am Ende war die Stimmung versöhnlich, als Ethan und Joel Coen mit den Stars auf die Bühne kamen.

Ovationen für Regisseur Jafar Panahi

Berlinale

Die startete mit einer bewegenden Botschaft des iranischen Jurymitglieds Jafar Panahi: Der Filmemacher konnte nicht zum Festival nach Berlin reisen, weil er zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot vorurteilt ist. Nachdem Jurypräsidentin Isabella Rossellini seinen Brief vorgelesen hatte, gab es im Berlinale-Palast Ovationen für den couragierten Regisseur.

Ihm sei für 20 Jahre der Blick auf die Welt entzogen worden, schrieb Panahi an das Filmfestival, das aus Solidarität einen leeren Stuhl mit seinem Namen auf die Bühne stellte. "Aber ich hoffe, nach meiner Freilassung eine Welt ohne geografische, ethnische und ideologische Grenzen zu bereisen. Eine Welt, in der die Menschen ungeachtet ihres Glaubens und ihrer Überzeugungen in Frieden miteinander leben."

Kulturstaatsminister Bernd Neumann sagte: "Ein Anschlag auf die Freiheit eines Filmemachers ist nichts anderes als ein Anschlag auf den Grundwert der Freiheit überhaupt." Das gelte zum Beispiel für China, aber insbesondere für Iran.

Auch viele Filmschaffende hatten sich für Panahi starkgemacht, darunter die in Teheran geborene Schauspielerin Jasmin Tabatabai. "Das zeigt einfach das wahre Gesicht der islamischen Republik Iran", sagte sie mit Blick auf die Strafe für Panahi.

Im Wettbewerbsrennen um den Goldenen und die Silbernen Bären sind 16 Produktionen aus aller Welt. Bis zum 20. Februar stehen bei den Internationalen Filmfestspielen insgesamt knapp 400 Filme auf dem Programm.

jjc/dpa