Bert Wollersheim bezeichnet sich als pleite - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Rotlichtgröße Bert Wollersheim bezeichnet sich als pleite

Weder ein erwähnenswertes Einkommen noch Vermögen: Bert Wollersheim ist nach Angaben seines Anwalts nicht mehr in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Bert Wollersheim (2015)
Bert Wollersheim (2015)

Bert Wollersheim (2015)

Foto: imago
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rotlichtgröße Bert Wollersheim ist nach eigenen Angaben pleite. Der 65-Jährige sei nicht mehr in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, teilte sein Rechtsanwalt Markus Lehmkühler mit. Man werde nun versuchen, sich mit seinen Gläubigern außergerichtlich zu einigen. Scheitere dies, werde Wollersheim einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.

Wollersheim, Ikone des Düsseldorfer Milieus, war mit einer Doku-Soap über sich und seine Familie auch über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus bekannt geworden. Im Zusammenhang mit dem Düsseldorfer Rotlichtskandal saß er 2012 sieben Wochen in Untersuchungshaft. Er war jedoch während der Ermittlungen entlastet und schließlich freigelassen worden.

Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit gab Wollersheim nun die behördlich erzwungene Schließung des Bordells an der Düsseldorfer Rethelstraße an. Dort sollen Freier betäubt und finanziell ausgeplündert worden sein. Der Strafprozess um die Vorgänge dauert bereits mehr als zwei Jahre. Wollersheim zählt aber nicht zu den Angeklagten.

Zuletzt war der Bordellbetreiber medial präsent, weil seine Ehefrau Sophia als Kandidatin ins RTL-Dschungelcamp eingezogen war. Das Paar hatte sich zuvor bereits häufiger von Fernsehkameras begleiten lassen.

Der Schritt, Insolvenz anzumelden, falle ihm schwer, teilte Wollersheim mit . "Es war mir leider nicht mehr möglich, die Betriebe wirtschaftlich zu führen." Er stelle sich nun neu auf: "Es ist keine schöne Situation, aber mit meiner lieben Frau werde ich sie mit Würde und Anstand meistern."

Lesen Sie hierzu auch
Foto: imago/ Future Image
wit/dpa