Beute-Rätsel nach Raubüberfall Bohlens Gärtner packt aus
Hamburg Eine Woche vor dem Prozessauftakt mischt nach Angaben der "Bild"-Zeitung jetzt auch Bohlens Gärtner mit, was die erbeutete Summe aus dem Einbruch in die Bohlen-Villa angeht. Bei der Polizei soll der 66-Jährige demnach ausgesagt haben, dass Bohlen während des Überfalls zu einem der Täter gesagt habe, 40.000 Euro Beute seien doch genug.
Bei der Polizei gab der Musikproduzent jedoch an, aus seinem Tresor seien 60.000 Euro verschwunden. Die beiden 19-jährigen Täter, Tom F. und Osman Z., dagegen sagten im Verhör, sie hätten 30.000 Euro gestohlen, keinen Cent mehr.
"Herr Bohlen wird vor Gericht in Erklärungsnot kommen. Er hat bei dem Überfall auf jeden Fall eine andere Summe genannt als hinterher. Ich saß ja nur wenige Meter entfernt, habe das genau gehört", zitiert "Bild" den Gärtner, der wegen einer Verletzung nicht mehr bei dem Musiker arbeitet. "Ich werde auf jeden Fall die Wahrheit sagen. Ich bringe mich doch nicht in Schwierigkeiten."
Bohlen sagte nach Angaben der Zeitung: "Kann ja sein, dass ich damals im Schock von 40.000 Euro gesprochen habe. Als ich hinterher in den Tresor geguckt habe, sah ich, dass 60.000 Euro weg waren. Warum sollte ich mehr angeben, als es in Wirklichkeit war? Ich bin doch sowieso nur bis 10.000 Euro Bargeld versichert."
Der Sprecher der Bochumer Staatsanwaltschaft, Wolfgang Dörsch, stellte dazu schon vor Wochen fest: "Nach jetzigem Ermittlungsstand besteht eine Differenz zwischen der von den Tätern angegebenen Höhe der Beute und der von Bohlen genannten Schadenssumme."
Die maskierten Täter waren am 11. Dezember 2006 in Bohlens Haus eingedrungen und hatten den 52-Jährigen, seine 23-jährige Freundin, die Haushälterin und den Gärtner mit einer Schusswaffe sowie einem Messer bedroht. Danach fesselten sie die vier Opfer - und flüchteten.
jjc