Blutverschmierte Wände: Vermieter kündigt Pete Doherty - DER SPIEGEL
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Blutverschmierte Wände Vermieter kündigt Pete Doherty

Er ist drogensüchtig, hat Schulden und sitzt wegen Missachtung seiner Bewährungsauflagen im Knast. Doch für Pete Doherty kommt es noch dicker: Nachdem der Skandalrocker sein Wohnhaus völlig demoliert hatte, schmiss ihn sein Vermieter jetzt raus.
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Wiltshire - Der adlige Besitzer des Hauses hatte in der Villa nur nach dem Rechten sehen wollen, als ihn fast der Schlag traf: Die Wände, der Boden und einige der Fenster waren angeblich blutverschmiert, die schönen, schweren Vorhänge heruntergerissen. In den verlassenen Räumen streunten Dohertys neun verwahrloste Katzen herum. Wie die britische Boulevardzeitung "Mirror" berichtete, sei dem Vermieter beim Öffnen der Tür ein solch extremer Gestank entgegengeschlagen, dass es ihm den Magen umgedreht habe.

Nachdem er gesehen habe, in welch schockierendem Zustand sich die einstmals beschauliche Villa in der Grafschaft Wiltshire, im Südwesten Englands, befindet, habe der Besitzer das Mietverhältnis mit Doherty sofort gekündigt, berichtet "Mirror".

Ein enger Vertrauter des Frontmann der "Babyshambles" sagte der Zeitung, Pete habe neben Flur und Wänden alles im Hause beschmiert, was ihm in den Weg gekommen sei. "Pete ist obdachlos, pleite und schuldet seinen Drogendealern Tausende britische Pfund. Seine Lage ist erbärmlich", sagte er. "Niemand, der noch ganz dicht ist, wird ihm jetzt noch eine Unterkunft geben."

Doch einen scheint es doch noch zu geben, der trotz der nicht abreißenden Eskapaden des Skandalrockers unerschütterlich zu ihm hält: Stefano Passantino, Gründer des Online-Modeversands Lastseason.com, lässt zurzeit die Erlöse eines Oberteils in Sträflingsoptik in seinen eigens für Pete Doherty eingerichteten Unterstützungsfonds einfließen.

"Ich bin ein großer Fan, der diesem begabten Burschen jede Möglichkeit geben will, um wieder auf die Füße zu kommen", sagte er. Er wolle, dass Pete auch die nächsten Jahre weiterhin auf der Bühne stehe und Songs schreibe. "Ich tue was ich kann, um Pete dabei zu unterstützen, den Mist hinter sich zu lassen. Ich werde ihm einen Job geben, ihn durchfüttern, ihn einkleiden - aber ich werde ihn nicht waschen, das wäre zuviel des Guten."

Passantino hatte dem Schmuddelsänger bereits Anfang des Jahres 5000 Pfund für ein Fotoshooting für seine Mode-Website angeboten. Doch die Verhandlungen waren gescheitert, weil Dohertys Manager stolze 30.000 Pfund dafür verlangte.

Der Sänger war vor wenigen Tagen in eine Einzelzelle verlegt worden, weil ihn angeblich Mithäftlinge bedroht hatten.

bel