Panne von Londons Bürgermeister Gut abgehangen
Panne von Londons Bürgermeister: Gut abgehangen
Foto: AP/Lee MedcalfHamburg - Man könnte sich natürlich fragen: Warum sollte ein Bürgermeister überhaupt an einem Drahtseil über die Köpfe seiner Wähler hinwegschweben und Fähnchen schwenken? Solche Fragen erübrigen sich jedoch, wenn es um Boris Johnson geht. Londons Bürgermeister ist für seine peinlichen Aktionen bekannt - er fiel schon bei einem politischen Termin in einen Fluss und ging mit zwei verschiedenen Socken vor die Tür. Während der Olympischen Spiele hat er der langen Liste nun einen weiteren Eintrag hinzugefügt.
Über dem Victoria-Park im Osten der britischen Hauptstadt glitt der konservative Politiker zunächst an einem 320 Meter langen Drahtseil entlang. Bis zum anderen Ende schaffte er es jedoch nicht, weshalb er minutenlang in der Mitte des Seils über der Menschenmenge hängen blieb.
Nach dem unfreiwilligen Stopp schwenkte Johnson unverdrossen weiter die beiden britischen Flaggen in seinen Händen. Er nahm die Panne mit Humor: "Können Sie mir ein Seil besorgen?", scherzte der Bürgermeister. Später alberte er, dass während seiner Aktion möglicherweise jemand eine Bremse gezogen habe.
Pannen-Auftritt: Boris Johnson hängt ab
Anderen Politikern würden derartige Auftritte schaden. Doch Johnson hat sie geradezu kultiviert und profitiert von seinem Auftreten als Trampeltier. Deshalb wusste auch Premierminister David Cameron den misslungenen Drahtseilakt gleich richtig einzuordnen: "Für jeden sonst wäre dies ein Desaster, für Boris ist es ein absoluter Triumph."