Boxlegende Muhammad Ali hat Krankenhaus verlassen
Muhammad Ali Mitte November 2011: Schwer gezeichnet von Parkinson
Foto: dapdPhoenix - Sein Krankenhausaufenthalt wurde lange geheim gehalten - dafür ist nun seine Rückkehr nach Hause bekannt geworden: "Nachdem Muhammad Ali am 19. November wegen Flüssigkeitsmangels in Behandlung war, ist er derzeit zu Hause, guter Dinge, glücklich und geht seinem Alltag normal nach", hieß es in einem Statement des Muhammad Ali Centers, dem Museum und Kulturzentrum zu Ehren des Ex-Schwergewichts-Champions.
Die 69-jährige Boxlegende war am 19. November von seiner Ehefrau Lonnie in ein Krankenhaus in Scottsdale (Arizona) eingewiesen worden. Er sei bewusstlos gewesen, zudem habe es Zeichen einer Gehirnerschütterung gegeben.
Nicht allzu positiv äußerte sich der Ali-Freund John Ramsey über den Gesundheitszustand: "Er war nicht sehr lange dort. Das war sicher keine schöne Angelegenheit", sagte Ramsey der Zeitung Louisville Courier (Freitagausgabe). Doch inzwischen sei Ali zu Hause in Phoenix, es gehe ihm gut. Alis Frau habe ihm gesagt: "Er geht nicht in die Richtung, die dir und mir gefällt, aber es gibt keinen Grund für Alarm."
Alis letzter öffentlicher Auftritt liegt noch nicht lange zurück: Mitte November gab er seinem einstigen Rivalen Joe Frazier in Philadelphia das letzte Geleit. Sichtlich von seiner Parkinson-Krankheit gezeichnet, erhob sich Ali von seinem Stuhl und klatschte ein letztes Mal Beifall für Frazier. Der ehemalige Schwergewichtsboxer Frazier war am 7. November im Alter von 67 Jahren an Leberkrebs gestorben.
Wenige Tage nach der Trauerfeier kam es dann zu dem Zusammenbruch Alis. 1984 war beim besten Boxer aller Zeiten die Parkinsonsche Krankheit diagnostiziert worden. Am 17. Januar wird Ali 70 Jahre alt.