Brinkley vs. Cook Die peinlichste Scheidung Amerikas
New York - Christie Brinkley, in den siebziger Jahren das erste Supermodel der USA, will sich von ihrem vierten Ehemann Peter Cook scheiden lassen. Dies ist nachvollziehbar, immerhin betrog der Ungetreue sie mit einem Teenager und häufte monatliche Rechnungen von bis zu 3000 Dollar beim Surfen auf Pornoseiten im Internet an.
Vor Gericht kämpfen beide um das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Sailor, 10, und Brinkleys Sohn Jack, 13, den Cook einst adoptierte. Die Öffentlichkeit ist beim Verfahren zugelassen.
US-Medien scheinen hoch beglückt, dass dieses peinliche Scheidungsdrama mitten im Sommerloch ihrer berichterstatterischen Not abhilft.
Am jüngsten Verhandlungstag, so berichtet das "People"-Magazin, musste Brinkley dazu Stellung nehmen, weshalb sie nach Bekanntwerden der Untreue ihres Mannes sein Konterfei auf den Hochzeitsfotos mit Textmarker übermalt habe. "Als ich sein Gesicht schwarz übermalte, blieb auf dem Bild nur ein Hochzeitsanzug übrig - der Mensch, den ich zu kennen geglaubt hatte, war verschwunden. Das entsprach genau meinen Gefühlen."
Ungutes schwante Brinkley jedoch schon vor der Hochzeit. Genau eine Woche vor der Trauung des Paares 1996 habe ihr Mann ihr gebeichtet, dass er einst wegen Drogenbesitzes von der Polizei festgenommen worden sei. Hätte sie damals geahnt, ätzte Brinkley nach der Verhandlung, dass die Polizei ihren Mann in einem "schwulen Truck-Stopp" aufgabelte - niemals hätte sie ihn geheiratet.
Turmhoch stapele sich die schmutzige Wäsche in dem Scheidungsverfahren, heißt es in Agenturberichten.
Ein psychiatrischer Gutachter, so berichtet die britische "Daily Mail", gab im Gerichtssaal unterdessen seine Erkenntnisse über Peter Cook preis - und die Anzahl von dessen Sexualpartnern. 35 seien es insgesamt gewesen. Cooks Persönlichkeit weise narzisstische und selbstzerstörerische Züge auf, was seine Fehltritte erkläre.
Beiden, Brinkley und Cook, sei eine Psychotherapie dringend zu empfehlen.
Derweil zielt die Strategie von Cooks Anwalt darauf ab, Brinkley in die Enge zu treiben, weil sie auf dem öffentlichen Gerichtsverfahren bestand. Sie habe ihren Noch-Ehemann lediglich bloßstellen und vor aller Augen anprangern wollen.
"Stimmt nicht", sagte Brinkley und fügte in einem seltenen Moment der Selbsterkenntnis an: "Dieses Verfahren ist peinlich für uns alle."
pad/AP