Britney Spears Der tiefe Fall der Pop-Prinzessin
Hamburg - Die Tränen schossen Britney Spears in die Augen, als sie ihr Spiegelbild betrachtete: "Oh mein Gott, ich habe alles abrasiert!" Keine blonde, zuletzt dunkel gefärbte Mähne mehr. Sie selbst hatte einen Rasierapparat gegriffen und ihren Schädel rasiert. Kahl. Psychologen, berichtet "Times Online", sehen darin einen Beleg für einen bevorstehenden Nervenzusammenbruch.
Britney, die schon als Kind Werbespots drehte und Kindersendungen moderierte, hatte sich laut "People" am vergangenen Donnerstag in Eric Claptons Crossroads-Zentrum auf der Insel Antigua einliefern lassen. Ihr Aufenthalt in der Reha-Klinik sei von kurzer Dauer gewesen, nach 24 Stunden habe die Sängerin das Anwesen verlassen, berichtet TMZ.com.
Spears kehrte zurück nach Los Angeles, besuchte "Esther's Haircutting Studio", forderte von der Inhaberin, ihr eine Glatze zu rasieren. "Ich habe versucht, ihr das auszureden", berichtete Esther Tognozzi später dem Nachrichtensender CNN. Sie selbst wollte den Radikalschnitt nicht ausführen. Deswegen habe sich der Popstar selbst geschoren.
Britneys Haare werden nun versteigert
Der Friseursalon will die blond-brünette Pracht nun versteigern. "Sie wollte ihr Haar nicht haben", sagte Friseur JT Tognozzi dem Internetdienst E!Online. Beim Internet-Auktionshaus Ebay wurden heute abgeschnittene Zöpfe - angeblich die Zotteln der 25-Jährigen - zum Verkauf angeboten.
Glatzkopf Spears kehrte anschließend in einem Tattoo-Studio ein, ließ sich rote und rosafarbene Lippen aufs Handgelenk stechen, ein schwarz-weiß-rosa Kreuz auf die Hüfte. Der Tattoo-Künstler Max Gott sagte dem Fernsehsender KABC-TV, Spears habe nur "etwas ganz Kleines" gewollt. Eine Angestellte des Tattoo-Salons berichtete, Spears habe "verzweifelt und verwirrt" auf sie gewirkt. Sie sei eine schwierige Kundin gewesen: "Sie schrie vor Schmerz, ist ausgeflippt und hat mit dem ganzen Körper herumgezappelt."
Was ist mit der ehemaligen Pop-Ikone los? Von der braven Blondine ist nichts geblieben. Als 17-Jährige war sie fast über Nacht zum Star geworden, ihr Stück "Baby One More Time" stürmte die Hitparaden. Zwölf Monate später, im Jahr 2000, landete sie einen Riesenerfolg mit dem Album "Oops, I did it again". Sie war die Sauberfrau des Pop, sexy, aber anständig, ein Vorzeigemädchen, das bis zur Ehe keusch bleiben wollte.
Dann der Bruch: Bei den MTV Awards küsste die 22-Jährige Madonna, mit Zunge. Angeschickert heiratete sie 2004 Jugendfreund Jason Allen Alexander - und annullierte die Ehe 55 Stunden später. Acht Monate danach sagte Britney Ja zum arbeitslosen Background-Tänzer Kevin Federline, den sie auf ihrer Tournee kennengelernt hatte, zeugte binnen kürzester Zeit zwei Kinder mit ihm: Sean Preston ist heute 17 Monate alt, Jayden James fünf Monate.
Ist der Ruf erst ruiniert
Das sexy Outfit tauschte Spears gegen Schlabberklamotten, Paparazzi schossen die junge, jetzt moppelige Mutter vor Fastfood-Läden ab. Sie beförderte Baby Sean Preston im Cabrio nicht im Kindersitz, sondern auf dem Schoß. Dann die Scheidung, über die sie ihren Mann angeblich per SMS informierte - und sich seither mit ihm über Geld und Sorgerecht für die Söhne streitet.
Völlig haltlos stürzte Spears nun ins Vergnügen. An der Seite von Party-Ikone Paris Hilton trank und rauchte sie sich durch die Clubs in New York, Miami, Los Angeles und Las Vegas - den Fotografen gewährte sie dabei tiefe Einblicke: unterm Rock trug sie nur Haut.
Ihre frisch rasierte Glatze versteckt Spears jetzt unter einer blonden Perücke. Mit einer künstlichen Haarpracht im Marilyn-Monroe-Look wurde sie nach US-Medienberichten in mehreren
Nachtclubs gesehen.
mit Material von AFP und dpa