Bryan Cranston: Turteln am Serienset
Bryan Cranston über Ehefrau "Wir lernten uns bei 'Airwolf' kennen"
Mord, Erpressung, Drogen kochen - alles nur für die Frau und die lieben Kleinen. So jedenfalls rechtfertigt der krebskranke Chemielehrer Walter White in der TV-Serie "Breaking Bad" sein unmenschliches Verhalten vor seinem Umfeld - und vor sich selbst.
Schauspieler Bryan Cranston, der dem Monster von nebenan fünf Staffeln lang ein Gesicht gab, lässt auf seine Familie ebenfalls nichts kommen. Nur, dass es bei ihm auch ohne Mord und Totschlag geht. In einem Interview erzählte der 60-Jährige nun dem "Guardian" , wie er und seine Frau zueinanderfanden.
"Wir lernten uns am Set einer furchtbaren TV-Serie namens 'Airwolf' kennen. Jede Episode musste eine Auflösung haben, die einen Helikopter beinhaltete", sagte Cranston über Schauspielerin Robin Dearden, mit der er seit 1989 verheiratet ist.
"Der Nacken meiner Tochter"
Ein Jahr, nachdem sie sich kennengelernt hätten, seien sie beide in denselben Improvisationskurs gegangen. "Wir küssten uns in einer Szene länger, als es für Freunde üblich ist. Von da an wussten wir Bescheid."
Trotz der Liebe zu seiner Frau hadert Cranston mit familiären Problemen. Er habe nie die Kluft zu seinen Eltern überbrücken können, bevor sie starben. Seine Mutter sei Alkoholikerin geworden, nachdem sein Vater die Familie verlassen habe, als Cranston elf Jahre alt war. Seine Vater sei vor zwei Jahren gestorben, seine an Alzheimer erkrankte Mutter vor zehn Jahren.
Bei aller Trauer über die vertane Chance zur Aussprache will es Cranston anscheinend als Vater besser machen. Seine Tochter Taylor, die 1993 geboren wurde, tritt als Schauspielerin in die Fußstapfen ihres Vaters. In einer Episode von "Breaking Bad" übernahm sie eine kleine Rolle. Auf die Frage, welchen Geruch er am liebsten möge, antwortete der Darsteller: "Den Nacken meiner Tochter."