Caroline von Monaco wird 50: Die öffentliche Prinzessin - DER SPIEGEL
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Caroline von Monaco wird 50 Die öffentliche Prinzessin

Drei Hochzeiten und drei Todesfälle: Immer wieder wurde die Öffentlichkeit Zeuge ihrer privaten Tragödien und ihrer Momente des Glücks. Heute feiert Caroline von Monaco ihren 50. Geburtstag ohne ein Fest zu geben: Im Europarat ruft sie zum Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern auf.
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Hamburg - Caroline von Monaco führt ein Leben zwischen Trubel und Tragödie, zwischen Glanz und Glamour, zwischen Märchen und Schicksalsschlägen. Die Prinzessin war das Wunschkind eines Traumpaares: Als Caroline Louise Marguerite Grimaldi als älteste Tochter von Fürst Rainier III. und Fürstin Gracia Patricia in dem kleinen Staat an der Mittelmeerküste geboren wurde, war die Welt außer sich vor Freude.

Damals schien ihr einst sorgloses Dasein wie im Märchen vorherbestimmt: Verhätschelt von Erzieherinnen und vergöttert von ihren Eltern, wuchs Caroline im Fürstenpalast von Monaco auf. In der Erbmonarchie lastete die Bürde der Thronfolge nicht auf ihr, sondern auf ihrem Bruder Albert. Mit 17 Jahren machte die Tochter der ehemaligen Hollywood-Diva im englischen Ascot auf einem katholischen Internat ihr Abitur und studierte danach an der Pariser Sarbonne Philosophie.

Doch ihr Märchenbuch-Leben hatte schon bald ein Ende: Als 21-Jährige heiratete Caroline 1978 gegen den Willen ihrer Eltern den 17 Jahre älteren Franzosen Philippe Junot, der als Playboy bekannt war. Die Ehe hielt nur zwei Jahre und wurde 1980 geschieden - ein Skandal in Monaco, wo der römisch-katholische Glaube Staatsreligion ist und bereits Carolines Vermählung mit einem Bürgerlichen nicht gut angekommen war. Fürst Rainier legte den Fall dem Vatikan vor, der die Ehe nach langer Prüfung 1992 schließlich annullierte.

Heute vor acht Jahren heiratete Caroline zum dritten Mal

1983 heiratete Caroline von Monaco dann den Italiener Stefano Casiraghi, der am 3. Oktober 1990 mit seinem Rennboot verunglückte und die Prinzessin mit ihren drei Kindern Andrea, Charlotte und Pierre zurück ließ. 1992 annullierte der Vatikan ihre erste Ehe. 1982 verstarb ihre Mutter Gracia Patricia bei einem Autounfall an der Côte d'Azur.

An Carolines 42. Geburtstag am 23. Januar 1999 gab Rainier III. bekannt, seine älteste Tochter habe sich mit dem Prinzen von Hannover vermählt, von dem es hieß, schon Fürstin Gracia Patricia hätte ihn gern als Schwiegersohn gesehen. Im selben Jahr wurde auch Tochter Alexandra geboren.

Im April 2005 starb ihr Vater Rainier an den Folgen seiner Lungenentzündung und der Herzerkrankung – genau zu dem Zeitpunkt, als Ernst-August von Hannover lebensgefährlich erkrankt auf der Intensivstation lag. Dramen wie diese weckten bei vielen den Eindruck, auf den Grimaldis laste ein Fluch.

Caroline ist bekannt für ihr gespaltenes Verhältnis zu den Medien: Einerseits ist Monaco auf die Image-Werbung angewiesen, welche Hochglanzberichte über die Fürstenfamilie, Casino und Yachthafen, Benefiz-Galas und wohltätige Werke veröffentlichen. Andererseits fühlt sie sich oft angegriffen und geht vor Gericht. Allein 1998 erstritt die Prinzessin nach Berechnungen von Experten an die 600.000 Euro Schadenersatz. Im Jahr 2005 bat Caroline selbst die Bundesregierung zur Kasse: Deutschland zahlte 115.000 Euro für Veröffentlichungen von Fotos, die nach Einschätzung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs ihre Privatsphäre verletzt hatten.

Einen ruhigen Geburtstag wird die vierfache Mutter heute kaum haben: Caroline, die sich seit ihrer Hochzeit mit Welfenprinz Ernst-August wie dieser "Königliche Hoheit" nennen lässt, ist heute im Europarat. In Straßburg will sie zum Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern aufrufen.

sne/AFP