Jennifer Lopez: Euphorisch und vernichtet
Casting-Show Jennifer Lopez und das heulende Elend
Los Angeles - "Jennifer Lopez ist ja nicht blöd", antwortete kürzlich ein Kenner der US-Unterhaltungsindustrie dem Nachrichtensender CNN auf die Frage, ob Jennifer Lopez nicht ihren guten Ruf ruiniere, wenn sie sich als Jurorin in der Casting-Show "American Idol" verdinge.
Lopez habe mit einer Reihe von Projekten erfolglos versucht, ihren verblassenden Ruhm aufzupolieren, sagte Stuart Levine, Redaktionsleiter der Zeitschrift "Variety". Bei "American Idol" präsentiere sie sich schlau regelmäßig einer jungen Zielgruppe, ihre Anwesenheit wiederum verleihe dem Format in seiner immerhin zehnten Staffel den dringend benötigten Glamour - beide Seiten könnten nur profitieren.
Lopez selbst gab nun Auskunft, wie ihr der neue Job gefalle. Sie hat bereits sieben Städte in den USA bereist, um vor Ort Talente zu scouten. "Ich habe geheult", sagte sie der Illustrierten "People". "Die Sänger sind total euphorisch, wenn sie es in die nächste Runde schaffen, und völlig vernichtet, wenn es nicht klappt."
Vorteile verschaffe sich nicht, wer beim Casting J.Lo-Songs anstimmt. "Das ist zwar ganz lieb, sehr unterhaltsam und schmeichelhaft, aber - nein", so Lopez.
Darüber hinaus wüssten die Kandidaten, so Lopez, "dass wir sie nicht fertig machen oder uns über sie lustig machen wollen".
Hört, hört - die "American Idol"-Philosophie scheint tatsächlich eine völlig andere zu sein als die beim deutschen Schwester-Projekt "Deutschland sucht den Superstar".