Cécilia Sarkozy: "Wir haben alles versucht" - DER SPIEGEL
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Cécilia Sarkozy "Wir haben alles versucht"

"Es hat nicht mehr funktioniert" - mit schlichten Worten hat Cécilia Sarkozy das Ende ihrer Ehe beschrieben. In einem Interview sprach Frankreichs ehemalige Première Dame auch über eine Liebesaffäre und was der Präsident mit einem Geiger, der eine Stradivari besitzt, gemeinsam hat.
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Paris - Die Wellen schlugen hoch, als die Sarkozys gestern ihre Scheidung bekanntgaben. Jetzt äußerte sich Cécilia Sarkozy in einem Interview mit der Zeitung "L'Est Républicain" über das Ende ihrer Ehe. Sie und ihr Mann hätten "alles versucht", um die Ehe zu retten. "Wir haben versucht, die Beziehung wieder aufzubauen, der Familie den Vorrang zu geben, aber es hat nicht mehr funktioniert", sagte Cécilia Sarkozy.

Cécilia Sarkozy ist nach eigenen Worten nicht für das Leben im Rampenlicht gemacht und hat sich auch deswegen vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy getrennt. "Ein Leben in der Öffentlichkeit passt nicht zu mir", so die 49-Jährige. "Ich bin jemand, der gerne im Schatten lebt, ich liebe die Klarheit, die Ruhe." Nicolas Sarkozy suche dagegen das Scheinwerferlicht und stehe gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit der Medien. "Er ist wie ein Geiger, der eine Stradivari erhalten hat. Plötzlich hat er die Chance, seine Kunst zu entfalten", sagte sie nach elfjähriger Ehe mit dem konservativen Politiker. "Aber für mich ist es nicht so."

Sie wolle die Rolle der "Première Dame" an der Seite des Präsidenten nicht mehr spielen - und betonte, dass es für sie stets eine Rolle war. Zwanzig Jahre lang habe sie ihren Mann und dessen Öffentlichkeit begleitet, jetzt wolle sie ihre Ruhe genießen. "Ich werde weiter im Schatten leben, so wie ich es mag", sagte Cécilia Sarkozy und erinnerte daran, dass der Wähler stets nur eine Person - und nicht ein Paar - wählen würde.

Madame Sarkozy bestätigte in dem Gespräch auch eine Liebesaffäre im Jahr 2005, damals habe sie "jemanden kennengelernt" und sich "verliebt". Die Präsidentengattin war damals mit einem Werbemanager nach New York gegangen, einige Monate später aber wieder zu ihrem Mann zurückgekehrt.

"Was mir passiert ist, ist schon Millionen von Menschen passiert", sagte Sarkozy. Eines Tages merke man, dass "die Beziehung nicht mehr das Wichtigste im Leben ist, dass sie nicht mehr funktioniert". Nach monatelangen Gerüchten über ihre zerrüttete Ehe hatte das Büro des Staatschefs gestern die Scheidung der Sarkozys bekanntgegeben.

Angesprochen auf ihren medialen Status als "rätselhafte" oder "mysteriöse Cécilia" antwortet Sarkozy: "Es gibt kein Rätsel, kein Mysterium, es gibt nur ein Paar, das eine Krise durchgemacht und versucht hat, diese zu bewältigen, es aber nicht geschafft hat."

ala/AFP/Reuters

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