Künstler in Shanghai Mandela an die Wand geboxt
Peking - Dieses Porträt von Nelson Mandela ist von Ausdauer gezeichnet: Der belgische Künstler Phil Akashi boxte in den vergangenen Wochen das Antlitz des südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfers an die Wand seines Shanghaier Ateliers. Schlag für Schlag, 27.000-mal, in der Sommerhitze der chinesischen Hafenstadt und mit einem Stempel des Schriftzeichens für Freiheit an seinem Boxhandschuh. "Ich glaube, ich habe in fünf Wochen bis zu fünf Kilo abgenommen", sagte Akashi.
Auf die Idee, das sechs Meter hohe Bild an die Wand zu schlagen, brachten ihn die Nachrichten von Mandelas lebensbedrohlichem Zustand. Der inzwischen 95-jährige erste schwarze Präsident Südafrikas war in seiner Jugend selbst einmal Boxer. Später widmete er sich dem Kampf gegen die Apartheid und musste für 27 Jahre ins Gefängnis.
"Für mich ist Nelson Mandela ein wahrer Friedenskünstler", sagte Akashi. Die Geschichte des Friedensnobelpreisträgers sei eine "Botschaft der Hoffnung" und könne Menschen auf der ganzen Welt anregen, gemeinsam für Freiheit zu kämpfen.
Shanghai: Künstler boxt Mandela-Porträt
Der 34-jährige Künstler benutzte für das Porträt Zinnoberpaste, mit der in der chinesischen Kultur Leben und Ewigkeit verbunden werden. Die Farbe Schwarz soll Mandelas Kampf gegen den staatlich organisierten Rassismus in seinem Land widerspiegeln.