China Marietta Slomka von Staatssicherheit und Polizei festgehalten
Berlin - Zunächst konnten sie sich ungehindert in Peking bewegen, doch damit war schnell Schluss: ZDF-Journalistin Marietta Slomka und ihr Kamerateam gerieten bei den Dreharbeiten in China in die Bredouille. "In dem Moment, in dem wir an der Oberfläche kratzten und politisch wurden, war auch sofort Schluss mit der Freiheit", erinnert sich die 39-Jährige im Gespräch mit der "Berliner Zeitung".
Als sie und ihr Team auf dem Land enteignete Grundstücke filmen wollten, seien sie drei Stunden lang von Staatssicherheit und Polizei festgehalten und so am Drehen gehindert worden, erzählte sie.
Chinesische Kritiker an den Olympischen Sommerspielen in Peking riskieren ihrer Ansicht nach ihr Leben. Die Moderatorin des "Heute-Journals" sagte, derzeit seien die Menschen in China "alle wahnsinnig vorsichtig", sobald es um Politik oder Olympia gehe. "Keiner würde in die Kamera sagen, dass er die Olympischen Spiele nicht gut findet, das wäre geradezu lebensgefährlich", sagte Slomka.
Die TV-Journalistin war zwei Wochen lang in China unterwegs. Ihre Reiseberichte sind in der nächsten Woche im "Heute-Journal" zu sehen.
jjc/ddp