Chris Brown: Wütend in der Garderobe
Chris Brown Ausraster hinter den Kulissen
Los Angeles - Eigentlich war Sänger Chris Brown zu Gast bei der TV-Show "Good Morning America", um über sein neues Album "F.A.M.E." zu sprechen. Doch Moderatorin Robin Roberts hatte andere Pläne. Sie fragte den 21-Jährigen mehrmals nach seinem schlagzeilenträchtigen Prügelangriff vom Februar 2009. Damals hatte der Musiker seine Freundin Rihanna körperlich angegriffen und mit seinen Schlägen verletzt.
Brown versuchte die Fragen der Moderatorin auf sein neues Album zu lenken - vergeblich. Auf die Gewalttat angesprochen sagte er: "Es ist für mich jetzt keine große Sache. Ich denke, ich habe das in meinem Leben hinter mir gelassen. Heute ist der Tag des Albums und darauf konzentriere ich mich." Er wolle über das Album reden und nicht darüber, was vor zwei Jahren geschehen sei.
Vor der Kamera hielt er sich noch unter Kontrolle. Doch nachdem sein Auftritt in dem New Yorker Studio vorbei war, geriet er in Rage, wie der US-Sender ABC unter Berufung auf Augenzeugen berichtete.
Nach dem Auftritt sei Brown in seine Garderobe gestürmt und hätte hinter den Kulissen laut getobt. Angestellte hätten den Sicherheitsdienst gerufen. Bei Browns Anfall sei in der Umkleide ein Fenster zu Bruch gegangen. Brown soll dann ohne T-Shirt wütend aus dem Gebäude gestürmt sein.
Der Sender teilte mit, man stelle Studiogästen grundsätzlich Fragen, die relevant und berichtenswert seien. "Das haben wir auch im Interview mit Mr. Brown getan."
Brown hatte kürzlich ein einjähriges Programm gegen häusliche Gewalt absolviert. Die kalifornische Richterin Patricia Schnegg lobte im Januar die Fortschritte des Musikers beim Ableisten seiner Strafe wegen Körperverletzung.
Zur Strafe für den Angriff auf Rihanna musste der Rapper gemeinnützige Dienste leisten, an Kursen teilnehmen und von der Sängerin Abstand halten. Brown hatte sich öffentlich für sein Verhalten entschuldigt. Im Gegenzug für sein Schuldeingeständnis war ihm eine Haftstrafe erspart geblieben.