Cliff Richard: Polizei stellt Missbrauchs-Ermittlungen ein - DER SPIEGEL
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Missbrauchsvorwürfe Polizei stellt Ermittlungen gegen Cliff Richard ein

Die Vorwürfe gegen Cliff Richard wogen schwer - doch nun geht die Polizei nicht mehr dem Vorwurf nach, der Sänger habe in den Achtzigern einen Jungen missbraucht. Richard zeigte sich erleichtert.
Sänger Cliff Richard (im November 2011)
Sänger Cliff Richard (im November 2011)

Sänger Cliff Richard (im November 2011)

Foto: WOLFGANG RATTAY/ REUTERS
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Die Polizei hat ihre Ermittlungen gegen den britischen Schlagersänger Cliff Richard eingestellt. Der 75-Jährige war vor zwei Jahren wegen Missbrauchsvorwürfen ins Visier der Ermittler geraten. Im August 2014 wurde deswegen sogar sein exklusives Anwesen in der englischen Grafschaft Berkshire durchsucht. Später musste sich die Polizei entschuldigen, weil Reporter die Durchsuchung live im Fernsehen übertragen hatten.

Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, reichten die bislang gesammelten Beweise nicht für eine Anklage aus, man stelle die Ermittlungen daher ein. Richard ließ wissen, er sei sehr froh, dass er keine weiteren rechtlichen Schritte wegen der "abscheulichen Vorwürfe" zu erwarten habe. Er habe in seinem Leben niemals jemanden belästigt.

Im August 2014 hatten die Ermittler bekanntgegeben, sie hätten Hinweise auf ein Vergehen des heute 74 Jahre alten Mannes an einem Jungen erhalten: Im Jahr 1985 soll es im nordenglischen Sheffield zwischen Richard und einem damals noch nicht 16-jährigen Jungen zu einem Vorfall "sexueller Natur" gekommen sein. Der Sänger wies die Vorwürfe stets zurück.

Im Mai vergangenen Jahres hatte die britische Polizei die Ermittlungen gegen Richard zunächst noch ausgeweitet. Es gehe um mehr als eine einzige Anschuldigung, schrieb der Präsident der Polizei South Yorkshire an einen Parlamentsausschuss.

Richard zählt mit mehr als 250 Millionen verkauften Platten zu den erfolgreichsten Sängern Großbritanniens - und war bislang für einen skandalfreien und christlichen Lebenswandel bekannt. 1995 wurde der Popstar von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

mxw/dpa