Collien Fernandes streicht »Ulmen« aus Instagram-Profilnamen - DER SPIEGEL
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Profil »frau_fernandes« Collien Fernandes streicht »Ulmen« aus Instagram-Namen

Die Schauspielerin Collien Fernandes hat einen neuen Profilnamen bei Instagram. Gegenüber »Bild« erklärte sie, warum sie den Namen ihres Ex-Mannes nicht schon eher losgeworden ist.
Schauspielerin Fernandes beim Deutschen Fernsehpreis: »Facebook bzw. Meta ließ mich leider den Namen nicht ändern«
Schauspielerin Fernandes beim Deutschen Fernsehpreis: »Facebook bzw. Meta ließ mich leider den Namen nicht ändern«

Schauspielerin Fernandes beim Deutschen Fernsehpreis: »Facebook bzw. Meta ließ mich leider den Namen nicht ändern«

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Rolf Vennenbernd / dpa / picture alliance

Im echten Leben – nach ihrer Trennung von Christian Ulmen im vergangenen Jahr – war sie den Namen schon los. Nun hat Collien Fernandes auch aus ihrem Instagram-Profil den Namen »Ulmen« entfernt. Sie tritt auf der Social-Media-Plattform künftig als »frau_fernandes« auf.

Gegenüber »Bild« erklärte die 44-Jährige, dass dies gar nicht so einfach gewesen sei. »Facebook bzw. Meta ließ mich leider den Namen nicht ändern«, sagte sie, obwohl sie es mehrfach versucht habe. Meta ist der Mutterkonzern von Instagram. Tatsächlich heißt es auf der offiziellen Hilfe-Seite, dass aktualisierte Profilinformationen erst »überprüft und genehmigt« werden müssen, bevor sie im Profil angezeigt würden. »Das kann bis zu drei Tage dauern.« Warum es in diesem Fall länger gedauert hat, ist nicht bekannt, auf eine Anfrage von »Bild« antwortete das Unternehmen nicht.

Warum »Fernandes« im Profilnamen fehlte

Dass in ihrem früheren Accountnamen »collien_ulmen« ein Teil ihres früheren Doppelnamens fehlte – nämlich ihr Geburtsname Fernandes –, sei der Wunsch ihres Ex-Mannes gewesen, sagte die Schauspielerin und Moderatorin 2019 im Podcast »Deutschland3000«: Er habe sowohl ihren Account bei X, ehemals Twitter, als auch den bei Instagram eingerichtet. »Er hat das Fernandes weggelassen.« Das sei typisch für ihn gewesen, sagte sie damals. »Das haben ja Männer manchmal, dass sie da gern ihren Stempel draufmachen: ›So, jetzt meins!‹« Für sie sei es ganz klar gewesen, bei der Heirat einen Doppelnamen anzunehmen – anders als für ihren Ex-Mann. »Er hätte sich auf jeden Fall gewünscht, dass ich nur ›Ulmen‹ heiße und nicht ›Ulmen-Fernandes‹.«

Collien Fernandes hat auf Instagram rund 660.000 Followerinnen und Follower. Einige gratulierten ihr nun zum geänderten Profilnamen: »Wie schön, dass du deinen Namen zurück hast!«, schreibt etwa eine Instagram-Nutzerin.

Vor zwei Wochen hatte der SPIEGEL erstmals über Vorwürfe von Fernandes  gegen ihren Ex-Partner Ulmen berichtet. Sie beschuldigt ihn unter anderem, auf sozialen Medien täuschend echt aussehende Fakeprofile von ihr erstellt und darüber »Hunderte von Männern« kontaktiert zu haben. Ulmen soll sich als Fernandes ausgegeben und mit einigen Männern sexuelle Gespräche geführt sowie erotische Bilder und Videos verschickt haben. Das Material sollte offenbar den Eindruck erwecken, als handele es sich um authentische Aufnahmen. Fernandes hatte Ende vergangenen Jahres in Spanien Anzeige gegen ihren Ex-Mann erstattet.

Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung hinsichtlich aller Vorwürfe. Der SPIEGEL hat ihm im Vorfeld der Berichterstattung einen umfangreichen Fragenkatalog geschickt, er selbst äußerte sich nicht. Die Anwälte, die Ulmen seit der Veröffentlichung vertreten, sprachen zunächst unspezifisch von »unwahren Tatsachen«. Später schrieben sie in einer Pressemitteilung, dass Christian Ulmen zu keinem Zeitpunkt »Deepfake-Videos« von Fernandes oder anderen Personen hergestellt oder verbreitet habe. Sie nahmen auch auf einen mutmaßlichen Vorfall körperlicher Gewalt in Palma de Mallorca im Januar 2023 Bezug. Es sei damals zu »keinerlei einseitigen Gewalthandlungen und/oder Bedrohungen« durch Ulmen gekommen. Überdies habe die Polizei »auch Frau Fernandes im Zuge desselben Geschehens wegen körperlicher Gewalt vorübergehend festgenommen«. Den Kern der Vorwürfe an Ulmen bestreiten seine Anwälte nicht.

Hier weiterlesen: Der Fall Fernandes hat die ehemalige Grünenchefin Ricarda Lang aufgewühlt. Hier spricht sie über digitale Gewalt als Geschäftsmodell und ihre eigenen Erfahrungen mit Deepfakes .

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Textes stand, Fernandes und Ulmen seien seit dem vergangenen Jahr geschieden gewesen. Tatsächlich gaben sie 2025 ihre Trennung bekannt – und seitdem hatte Fernandes den Namen Ulmen abgelegt.