Daniel Craig: Hören Sie bloß auf mit Twitter - DER SPIEGEL
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"James Bond"-Darsteller: Abneigung gegen Banales bei Twitter und Facebook

Foto: MIKE BLAKE/ REUTERS

Daniel Craig Hören Sie bloß auf mit Twitter

Als James Bond bekämpft er Bösewichte, als Privatmann Gemeinheiten im Internet: Daniel Craig hat sich über die Online-Sorgen eines Stars ausgelassen - dabei kamen auch Twitter und Facebook nicht gut weg. Doch der Schauspieler präsentierte immerhin einen Verbesserungsvorschlag.
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London - Als James Bond bleibt er noch in der heikelsten Lage cool, da können ihn die Bösewichte noch so provozieren. Privat fällt es Daniel Craig dagegen schwer, sich nicht über das aufzuregen, was über ihn im digitalen Universum zu finden ist. Das wurde bei einem Interview mit dem britischen "Telegraph" deutlich. Darin ließ sich Craig über soziale Medien aus. Zu diesem Thema hat er offensichtlich eine ganz eindeutige Meinung. Auf die Frage, ob er Mitglied bei Facebook sei, sagte er: "Nein, bin ich verdammt noch mal nicht." Er twittere auch nicht.

Soziale Medien hätten sich bei der Revolution in Ägypten bewährt und könnten nun vielleicht auch in Iran nützlich sein. "Aber hier? 'Bin heute Morgen aufgestanden und habe ein Ei gegessen' - welche Relevanz hat das für irgendjemanden?" Craig setzt offenbar eher auf klassische Kommunikation: "Ruft euch an, und geht in den Pub einen trinken."

Craigs Abneigung ist seiner Prominenz geschuldet. Es gebe "eine enorme Menge Mist", die über ihn gepostet, geschrieben und getwittert werde. Tatsächlich scheint sich Craig mit seinem digitalen Erscheinungsbild zu beschäftigten. Gelegentlich googele er seinen Namen. Bei manchen Suchergebnissen habe man das Gefühl, es gebe eine Reihe von Soziopathen, die einen in Stücke reißen wollten.

Die Aussicht, als Bond-Darsteller ständig in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu stehen, habe ihn sogar kurz zögern lassen, bevor er seinen ersten Vertrag als 007 unterschrieben habe. "Aber man darf sich davon nicht verängstigen lassen", sagte der 43-Jährige. "Das wäre die falsche Entscheidung."

Vor seiner ersten Bond-Rolle in "Casino Royale" musste Craig sich noch viel Kritik von Puristen gefallen lassen - er sei zu blond, zu klein oder zu alt, um Bond zu sein.

Und Craig lüftete das Geheimnis seines intensiven Bond-Blicks, der selbst den übelsten Filmschurken Respekt einjagt. "Wissen Sie, woran ich bei diesen langen Nahaufnahmen denke und woran garantiert auch die meisten anderen Schauspieler denken? 'Was gibt's zum Mittagessen? Mag ich lieber das Hühnchen oder Rindfleisch?'"

ulz