David Beckham: Mittelfeldlegende löst Massenpanik aus
Massenpanik in China Hype it like Beckham
Shanghai - David Beckham mag sich offiziell im Ruhestand befinden, doch seine Anziehungskraft ist nach wie vor ungebrochen. In Shanghai geriet die Aufregung um seine Person jedoch völlig außer Kontrolle.
Der 38-Jährige war an der Tongji-Universität zu Besuch angekündigt. Ein bisschen mit dem Uni-Team und der Jugendmannschaft des ansässigen Fußballclubs kicken. Der frühere englische Nationalspieler soll als Botschafter der chinesischen Fußball-Liga CSL das Image des Sports verbessern. Doch dazu sollte es nicht kommen.
Fast tausend Fans warteten laut Medienberichten vor dem Sportplatz auf den Ex-Mittelfeldspieler. Doch bei Beckhams Ankunft versuchten die Wartenden, auf das Feld zu gelangen. Mehrere Menschen stürmten durch ein Eingangstor und durchbrachen die Linie der Sicherheitskräfte. Die Menschenmasse geriet in Panik.
Mehrere Fans wurden zu Boden gedrückt, Schuhe flogen umher. Ein Mädchen wurde mit blutigem Gesicht von den Einsatzkräften zu einem Krankenwagen gebracht.
Sieben Personen wurden schwerer verletzt, darunter drei Polizisten und zwei Ordner der Universität, die allesamt Schnittwunden und Prellungen erlitten. Zwei Studenten, darunter ein Japaner, trugen ebenfalls leichte Blessuren davon. "Es war zu krass", beschrieb ein Spieler des Universitätsteams das Szenario. Sie hätten nicht mit so vielen Schaulustigen gerechnet. Es seien einfach "zu viele Beckham-Fans".
Die Veranstaltung musste abgebrochen werden. Auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Sina Weibo entschuldigte sich Beckham für die Turbulenzen: "Es war unmöglich, durch die Menschenmenge zu gelangen. Ich hörte, es gab ein paar Verletzte. Ich hoffe, es geht ihnen gut und wünsche ihnen eine schnelle Genesung."
Das Image des chinesischen Fußballs hat jüngst unter einigen Affären gelitten. Die CSL hatte den 38-Jährigen daher als Botschafter engagiert. Er sollte den Sport bei der Bevölkerung beliebter machen und junge Menschen für Fußball begeistern. Ob ihm das in Shanghai gelungen ist, bleibt abzuwarten.