Dennis Hopper: "Es ging um Gefängnis oder Tod" - DER SPIEGEL
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Dennis Hopper "Es ging um Gefängnis oder Tod"

Gnadenlose Selbsterkenntnis: US-Schauspieler Dennis Hopper ist überzeugt, dass er nur durch ein Wunder überhaupt noch am Leben ist. Seine Alkohol- und Drogensucht habe ihn fast getötet, sagte der 74-Jährige in einem Interview.
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Hamburg - "Ich war ein schizophrener, paranoider, unter Drogen stehender Betrunkener", sagte Hopper dem US-Magazin "Parade". Seine Alkoholabhängigkeit war demnach offenbar die Wurzel allen Übels. Er habe nur Drogen genommen, um seine Alkoholsucht zu vertuschen, erklärte die Schauspiellegende ("Easy Rider"). Er habe gekokst, um nüchtern zu werden und mehr trinken zu können.

"Ich war so tief unten angekommen, es ging um Gefängnis oder Tod", sagte Hopper. Nur durch viel Glück und durch einen Entzug sei er aus diesem Teufelskreis ausgebrochen und abstinent geworden.

Hopper gilt von jeher als exzentrischer, eigenwilliger und schwieriger Künstler. Gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Fonda drehte er im Jahr 1969 das Roadmovie "Easy Rider" - mit einem Budget von nur 400.000 Dollar. Der Streifen mit dem inzwischen legendären Titelsong "Born to be wild" wurde zum Kultfilm der Hippie-Bewegung. Derzeit sitzt Hopper wieder für einen Film auf dem Motorrad: Als Eddie Zero düst er in Larry Bishops "Hell Ride" auf einem Bike durch die Gegend. Produziert wurde der Streifen von Quentin Tarantino.

1986 erregte Hopper Aufsehen in der Rolle eines Sadisten in David Lynchs "Blue Velvet". Er führte Regie bei "Colors – Farben der Gewalt" und war in mehreren Hollywood-Produktionen zumeist in Nebenrollen zu sehen. Insgesamt drehte Hopper mehr als 140 Filme. Er ist leidenschaftlicher Fotograf und machte mit Porträts berühmter Künstler wie David Hockney, Roy Lichtenstein oder auch Andy Warhol von sich reden.

ala/ddp