"Django Unchained"-Star Danièle Watts muss vor Gericht - DER SPIEGEL
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Klage: Danièle Watts wegen unzüchtigen Verhaltens vor Gericht

Foto: AP / dpa

Mutmaßlich unzüchtiges Verhalten "Django Unchained"-Darstellerin muss vor Gericht

US-Schauspielerin Danièle Watts muss sich vor Gericht verantworten - wegen "unzüchtigen Verhaltens". Sie soll in ihrem Auto Sex mit ihrem Freund gehabt haben. Weil der weiß und sie schwarz ist, vermutet Watts rassistische Motive bei den Behörden.
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Los Angeles - Am 11. September kam es unweit der CBS-Studios in Los Angeles zu einem Eklat: Büroangestellte beschwerten sich bei der Polizei über ein Paar, das angeblich in einem geparkten Auto, gut einsehbar für die Öffentlichkeit, Sex hatte. Als ein Beamter des LAPD die betreffenden Personen aufforderte, sich auszuweisen, kam es zu einer lautstarken Auseinandersetzung.

Bei dem Paar handelte es sich um den Koch Brian James Lucas und Danièle Watts, Darstellerin aus dem Oscar-prämierten Tarantino-Western "Django Unchained" mit Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio.

Die 28-jährige Watts und ihr Freund wurden vorübergehend von der Polizei in Gewahrsam genommen. Jetzt müssen sich beide wegen unzüchtigen Verhaltens in der Öffentlichkeit vor Gericht verantworten. Bei einem Schuldspruch drohen sechs Monate Haft sowie eine Geldstrafe von bis zu 1000 US-Dollar.

In den sozialen Netzwerken  hatte sich Watts später darüber beschwert, dass die Polizisten sie nur wegen ihrer Hautfarbe so schlecht behandelt hätten. Die Beamten hätten sie für eine afroamerikanische Prostituierte und ihren Freund für einen weißen Kunden gehalten. Sie sei in Handschellen abgeführt worden, obwohl sie ihrem Freund nur ihre Zuneigung gezeigt habe.

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Das Portal "TMZ" veröffentlichte eine Audioaufnahme, auf der zu hören ist, wie eine Frau, die Watts sein soll, sich weigert, sich auszuweisen. Ein Beamter sagt daraufhin: "Warum spielen Sie die Rassismuskarte aus? Jemand hat uns angerufen, das bedeutet, dass ich das Recht habe, hier zu sein. Es gibt mir das Recht, sie zu identifizieren. Das Gesetz sieht es so vor." Die Schauspielerin antwortet: "Haben Sie eine Ahnung, wie oft die Bullen gerufen wurden, nur weil ich schwarz bin und er ist weiß?"

Die Polizei wies den Rassismusvorwurf zurück. Jetzt muss das Gericht entscheiden.

Watts selbst wandte sich am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite direkt an die Polizei von Los Angeles und fragt, warum man sie nicht informiert habe: "In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, wo der einzige Tatvorwurf, den wir bisher erhalten haben, von TMZ kommt?" Darunter postete sie ein Foto von Martial-Arts-Legende Jackie Chan, der seine Hände gen Himmel hebt und denkt: "Was ist das für eine Scheiße?"

ala