Drogen-Gags: Sheryl Crow attackiert Amy Winehouse - DER SPIEGEL
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Drogen-Gags Sheryl Crow attackiert Amy Winehouse

Die suchtkranke Sängerin Amy Winehouse wird mit Musikpreisen überschüttet. Nicht jeder hält das für eine gute Idee. Sheryl Crow machte sich nun über Winehouse lustig - und über das Musikgeschäft, das die Glorifizierung einer Drogensüchtigen unterstützt.
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London - Die Lebensentwürfe von Amy Winehouse, 24, und Sheryl Crow, 45, könnten gegensätzlicher nicht sein. Während die eine alle Stadien einer Drogensucht durchläuft - Abhängigkeit, Kontrollverlust, Entzugsversuch, Rückfall, erneuter Entzug - lebt die andere ein vorbildliches Leben als Musikerin und alleinerziehende Mutter.

Bei einem Konzert in London ließ Sheryl Crow nun indirekt durchblicken, was sie von dem Hype um Amy Winehouse hält - die Britin erhielt zuletzt aufgrund ihrer Sucht kein Visum für die USA und konnte nicht live bei der Grammy-Verleihung auftreten, wurde dort aber dennoch mit fünf Auszeichnungen geehrt. Soul-Sängerin Natalie Cole, 58, früher selbst drogenabhängig, hatte dies als "falsche Botschaft für junge Menschen" verurteilt.

Eine Einschätzung, die Crow offenbar teilt. "Ich würde wirklich extrem gerne mit Amy Winehouse arbeiten", sagte Crow laut Internetdienst "femalefirst" bei ihrem Auftritt in London. "Die ist ja momentan sehr angesagt, vor allem ihr Song 'Rehab'. Es sind ja auch gerade so viele junge Leute im Drogenentzug. Übrigens denke ich gerade selbst drüber nach, ob ich einen Entzug machen soll. Hört sich nach einer Menge Spaß an, und meiner Karriere würde es bestimmt gut tun."

Solch ironische Spitzen sind typisch für Crow - unlängst veräppelte sie die Öko-Bewegung, indem sie die Forderung erhob, pro Gang aufs stille Örtchen nur ein Blatt Toilettenpapier zu benutzen - der Umwelt zuliebe.

pad