Eddie Irvine zu Gefängnisstrafe verurteilt - DER SPIEGEL
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Eddie Irvine: Hahnenkampf mit Bürgermeister-Sohn

Foto: Luca Bruno/ AP

Ehemaliger Formel-1-Pilot Eddie Irvine wegen Kneipenschlägerei zu Haft verurteilt

Eddie Irvine war ein solider Formel-1-Pilot - und gilt als unberechenbarer Partylöwe. Nun wurde der 48-Jährige seinem Ruf einmal mehr gerecht: Wegen einer Schlägerei in einem Mailänder Club im Dezember 2008 ist er zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.
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London - Seit seinem Abschied aus der Formel 1 fällt Eddie Irvine immer weniger wegen sportlichen Verhaltens auf. In der britischen Presse genießt der 48-Jährige den Ruf eines amüsierfreudigen Draufgängers. Einmal brachte ihm eine rasante Fahrt durch den Londoner Hyde Park auf einem Motorroller zweifelhaften Ruhm ein. Ein anderes Mal verhöhnte er Ralf Schumacher. "Ralf ist für mich ein Weichei. Und Weicheier werden nicht Weltmeister", so seine Worte über den Kollegen in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung.

Irvines größter sportlicher Erfolg: Vizeweltmeister. Der Nordire, der unter anderem von 1996 bis 1999 neben Rekordweltmeister Michael Schumacher bei Ferrari fuhr, war stets die Nummer zwei.

Nun sorgt er erneut für Schlagzeilen. Irvine ist von einem Gericht in Mailand zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Ex-Rennfahrer war im Dezember 2008 in eine Kneipenschlägerei in der italienischen Metropole verwickelt. Sein Kontrahent: Gabriele Moratti, Sohn der früheren Bildungsministerin und Mailänder Bürgermeisterin Letizia Moratti. Er erhielt die gleiche Strafe.

Demnach war Irvine mit Moratti im VIP-Bereich eines Nachtclubs aneinandergeraten. Beide beschuldigten den Kontrahenten, während der Schlägerei ein Glas benutzt zu haben. Der Richter sprach schließlich von von "gegenseitigen Verletzungen".

In italienischen Medien heißt es, wegen einer Frau seien die beiden in Streit geraten. Morattis Anwalt bestritt dies jedoch. "Das ist natürlich eine hübsche Geschichte", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters seinen Verteidiger. "Aber in der Realität war das nicht so."

Es wird erwartet, dass beide Parteien Einspruch gegen das Urteil einlegen. Morattis Anwalt ist sich offenbar sicher, dass das Urteil aufgehoben wird. Keiner von beiden werde tatsächlich im Gefängnis landen, sagte er.

gam/sid/Reuters/AP