Figurprobleme: Brüder hänselten Janet Jackson - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

Janet Jackson: "Sie nannten mich Pferd, Schwein und Kuh"

Foto: Stephen Lovekin/ Getty Images

Figurprobleme Brüder hänselten Janet Jackson

Janet Jackson und der Jo-Jo-Effekt: Schon mit zehn Jahren quälte sich die Sängerin mit Diäten. In ihrer Biografie beschwert sie sich nun über ihre Brüder, die sie gnadenlos gehänselt haben sollen - allen voran Michael.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Geschwister kennen bekanntlich keine Gnade: Besonders hart muss es Janet Jackson getroffen haben, behauptet sie zumindest. In ihrem Buch "True You: A Journey to Finding and Loving Yourself", das demnächst erscheint, schreibt die Sängerin über ihre Essstörung und darüber, wie sie von ihren Brüdern malträtiert wurde.

Schonungslos sollen sie sie wegen ihrer Figur gehänselt haben - so lange, "bis ich anfing zu glauben, ich sei nicht attraktiv genug", zitiert die britische Tageszeitung "Mirror" die Sängerin. Sie habe ständig unter Gewichtsschwankungen gelitten, sagt sie. Bereits mit zehn Jahren habe sie erste Diäten gemacht, um als Schauspielerin erfolgreich zu sein.

Ihre Brüder hätten sie "Pferd, "Schwein" und "Kuh" gerufen, erzählte Janet Jackson in einem Interview mit NBC-Korrespondent Meredith Vieira. Sie habe viele Hänseleien ertragen müssen. Vor allem Michael Jackson habe sie ständig wegen ihres Hinterns aufgezogen. Doch sie habe sich nie gewehrt, sagte Janet Jackson, sondern buchstäblich alles in sich hineingefressen. Die 44-Jährige spricht von einem "Kindheitstrauma".

Auch habe sie - wie ihre Geschwister - sehr unter ihrem dominanten Vater Joseph gelitten, erzählte Janet Jackson. Er habe sie geschlagen, einmal auch mit dem Gürtel. "Ich weiß, mein Vater liebt mich", sagte sie. Aber: "Er hat einfach eine sehr, sehr unterschiedliche Art und Weise es zu zeigen."

Ihr Bruder Michael, fast acht Jahre älter als Janet, sei vom Vater ebenfalls verprügelt worden. Zuletzt habe sie den "King of Pop" sechs Wochen vor seinem Tod gesehen. Um sie herum sei nach der Todesnachricht alles "auseinandergefallen", sagte sie. "Es gab nie diesen Moment, um wirklich zu trauern. Wirklich zu trauern."

In Paris habe sie sich schließlich eine Nacht lang alle Videos von ihm angesehen und nur seine Musik gehört. Dabei habe sie viele Tränen vergossen - aus Trauer, aber auch vor Lachen. "Das tat mir gut. Ich brauchte es", sagte sie.

jjc