George Clooney "Ich bin die Hillary der Oscars"
Los Angeles - Für seine Rolle in "Syriana" erhielt er 2006 den Oscar als bester Nebendarsteller. Doch dieses Mal ist alles anders, vermutet der stets zu Scherzen aufgelegte George Clooney.
"Es ist so, als wäre ich Hillary Clinton", sagt der 46-jährige Schauspieler in der heutigen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Time" im Hinblick auf die demokratische Präsidentschaftsbewerberin, die im Kampf um die Nominierung mehrere Niederlagen einstecken musste. "Wäre Barack Obama nicht gewesen, wäre es ein gutes Jahr geworden", witzelt Clooney, der neben Robert De Niro oder Oprah Winfrey selbst einer von zahlreichen Prominenten ist, die den schwarzen Präsidentschaftsbewerber unterstützen.
Clooneys ganz persönlicher Barack Obama im Kampf um den Oscar scheint sein von ihm geschätzter Kollege Daniel Day-Lews zu sein. "Ich fand, dass Daniel Day-Lewis die beste Leistung des Jahres gebracht hat", erklärte Clooney unumwunden. Der Ire spielt einen tyrannischen Ölunternehmer in dem Film "There Will Be Blood". Den besten Film dürften Clooney zufolge die Brüder Joel und Ethan Coen für "No Country for Old Men" bekommen, auch für den Regiepreis seien sie Favoriten, sagte er dem Blatt.
Clooney ist bekannt für sein politisches Engagement. Als vehementer Kriegsgegner hat er mehrfach öffentlich die Außenpolitik von US-Präsident George W. Bush kritisiert. In den vergangenen Jahren reiste er mehrfach in die Krisenregion Darfur, um auf die dortigen Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. In seinem Privatleben geht es dem Promi-Status gemäß turbulent zu. Von 1989 bis 1993 war Clooney mit der Schauspielerin Talia Balsam verheiratet. Jetzt soll er mit der Ex-Kellnerin Sarah Larson liiert sein.
ala/AFP