Gericht Klinsmann gewinnt Streit über Bierwerbung
München - Leg dich nicht mit dem Jürgen an: Das Landgericht München hat am heutigen Mittwoch dem Unternehmen Kaiser Bräu einen Radio-Werbespot verboten. Darin hatte der niederbayerische Liedermacher Fredl Fesl in einem Wortspiel mit dem Namen des FC-Bayern-Coaches für das Bier geworben: "Frisch, sauber, rein, neudeutsch sagt man clean - woher meinen S', dass so Worte kommen wie Klinsmann oder Bierhoff", hatte Fesl getextet.
In der mündlichen Verhandlung hatte die Kammer angedeutet, dass die Brauerei in dem Rechtsstreit schlechte Karten habe. Der Vorsitzende Richter betonte, der Spot mit Klinsmann sei "sicher nicht der schlimmste Fall von Persönlichkeitsrechtsverletzung, aber das Namensrecht ist grundsätzlich verletzt".
Klinsmann hatte eine einstweilige Verfügung gegen die Brauerei beantragt, die den Werbespot zurückzog. In der Verhandlung wollte ihr Anwalt die geforderte Unterlassungserklärung "gern abgeben", aber nur mit dem Zusatz, dass eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts nicht vorliege.
Das lehnte Klinsmanns Anwalt ab: "Heute ist es die Brauerei, morgen missbraucht ein anderes Unternehmen den Namen, das geht nicht." Der anwesende Fredl Fesl fand den Streit nach eigenen Worten lächerlich. "Es gibt wichtigere Sachen, um die man sich kümmern sollte", sagte der Liedermacher am Rande der Sitzung.
Das Urteil (Az.: 9 O 16992/08) ist nicht rechtskräftig.