Lady Gaga: Weihnachtsgeschäft an der Madison Avenue
Geschäftseröffnung Lady Gaga mimt den Pop-Weihnachtsmann
New York - Lady Gaga könnte ihrer Stiftung "Born This Way Foundation" sicherlich auch einfach so ein paar Millionen spenden. Aber das wäre zu einfach, nicht gaga genug. Und außerdem nicht publikumswirksam. Also entschied sich die 25-Jährige, lieber nach dem Motto "Tu Gutes und rede darüber" zu handeln und gestaltete für die Filiale der Edel-Kaufhauskette Barneys an der Madison Avenue in New York einen "Gaga's Workshop". Der Name ist eine Anspielung auf "Santa's Workshop", in dem der Weihnachtsmann der traditionellen Überlieferung nach die Geschenke herstellt.
Diese "Werkstatt" ist quasi die Weihnachtsabteilung des Kaufhauses. An ein kitschig-traditionelles Fest erinnert darin allerdings nichts. Davon konnten sich die ersten Besucher bei der Eröffnung überzeugen. Auf mehr als 500 Quadratmetern gibt es grelle Farben, bizarre Figuren und eine überlebensgroße Cartoon-Figur der Sängerin in der Pose eines Pin-up-Girls.
Auch das Sortiment ist alles andere als klassisch: von Leder-Motorradjacken für Kleinkinder und Plätzchen, die wie kleine Monster aussehen, bis hin zu Nagellack mit Hologramm-Effekten. Unter einer riesengroßen Spinnenfigur sind für Gutbetuchte ein paar Plateau-Stiefel ohne Absatz ausgestellt - für 4000 Dollar pro Paar.
"Ich wollte ein breites Spektrum", sagte die Sängerin über das Sortiment. "Es sollte verrückt und lustig sein, mit Kunst- und Modegeschmack", so die 25-Jährige, die zur Eröffnung ein weißes Outfit von Karl Lagerfeld trug, das entfernt an ein Hochzeitskleid erinnerte. Darüber war die Sängerin so entzückt, dass sie sagte, Weihnachten sei für sie in diesem Jahr früher gewesen.
Nur in einer Hinsicht mag Lady Gaga Weihnachten offenbar klassisch: Ihre Familientradition sei "wie die von jedem anderen auch". Sie sei sehr gerne bei ihrer Familie. "Wir essen den ganzen Tag, schauen alte Filme. Und reden über das Jahr."
Bis zum 2. Januar können Einkäufer im wundersamen Gaga-Geschäft noch ihr Geld loswerden. Ein Viertel aller Einnahmen geht an die Stiftung der Künstlerin. Die Einrichtung engagiert sich im Kampf gegen Mobbing.