Glastonbury-Festival : Matsch Love - DER SPIEGEL
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Festival in England: Zeltstadt im Schlamm

Foto: CATHAL MCNAUGHTON/ REUTERS

Glastonbury-Festival Matsch Love

Die ersten Besucher des Glastonbury-Festivals versinken im Matsch. Wer trotz der Schlammmassen bis zum Wochenende ausharrt, den erwarten Superstars wie Beyoncé, Coldplay und U2. Deren Frontmann Bono dürfte dem Auftritt allerdings nicht nur freudig entgegenblicken.
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Glastonbury - Statt Love and Peace erwartet die Besucher auf dem Gelände des Glastonbury-Festivals vor allem eins: Matsch in Unmengen. Regenschauer haben die Zeltwiesen ramponiert. Deshalb sieht das Festivalgelände des größten Open-Air-Festivals Europas momentan eher nach einer Regenjacken-Outdoor-Show aus.

Zelte stehen unter Wasser, Koffer werden mühsam mit Gummistiefeln durch Schlammberge gezogen und ein Blogger des "Guardian" schrieb: "Hallo und willkommen zu den Matsch-Rutsch-Meisterschaften 2011!"

Doch es scheint, als könne das Wetter der Stimmung der bereits über 60.000 Festivalbesucher nichts anhaben. Jeden Tag erreichen neue Gäste die Zeltplätze. Bis Freitag werden 117.000 Besucher erwartet. Über 600 Bands werden spielen.

Glen Berryman, 25, aus Manchester, sagte der britischen Tageszeitung "Sun": "Ich bin nass, es ist kalt und dreckig, aber das macht mir nichts aus. Wir sind zu zwölft und haben massig Bier dabei und werden eine großartige Zeit haben!" Denn zu einem Festival gehören Matsch und Dreck genau wie Bier und Dosentortellini. Und Glastonbury ist ein echter Klassiker: Es wurde vom Musikmagazin "New Musical Express" zum dritten Mal als "Bestes Festival" ausgezeichnet. "Glastonbury ist so viel mehr als nur ein Festival - es ist mehr eine Lebensweise", sagte U2-Gitarrist The Edge bei der Verleihung

In diesem Jahr werden - Gerüchten zufolge - neben den Headliner-Bands auch prominente Zuschauer wie zum Beispiel die frisch vermählte Lily Allen und ihr Ehemann erwartet. Auch Sängerin Beyoncé, die laut der "Sun" bereits ehrgeizig für ihren Auftritt geprobt hat, wird mit Ehemann Jay-Z anreisen.

Einzig U2-Sänger Bono könnte die Vorfreude vergehen: Aktivisten wettern gegen seinen Auftritt. Er wirbt für den Schuldenerlass in der Dritten Welt und die Erhöhung der Entwicklungshilfezahlungen, doch auf seinen finanziellen Vorteil ist er offenbar genau bedacht. Bereits 2006 verlegte er den Unternehmenssitz der U2 Holding von Dublin nach Amsterdam, um Steuern zu sparen. Daran stoßen sich seine Kritiker, wie die "Zeit" berichtet.

dpa/nga

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