Häftling Hilton Paris tritt in Hungerstreik
Hamburg - "Zuerst hat sie überhaupt nichts gegessen oder getrunken, weil sie nicht die Toilette benutzen wollte", sagte eine nicht näher bezeichnete "Quelle" dem britischen Boulevardblatt "Sun". Demnach habe Paris große Angst davor, von den Wächtern fotografiert zu werden, wenn sie ihre Notdurft verrichte. Die Toilette befinde sich in einer Ecke ihrer Zelle und sei für die Aufseher gut einzusehen, schreibt die Zeitung.
"Sie hat die ganze Zeit geweint. Das hat die Austrocknung nicht besser gemacht", sagte die "Quelle". "Sie war wirklich in Gefahr." Inzwischen habe sich eine Mitgefangene gebrüstet, Fotos von Paris in Unterhose gemacht zu haben, so die "Sun". Sie wolle die Bilder nun verkaufen.
Derweil sucht die Hotelerbin Trost bei ihrem Ex-Freund Stavros Niarchos III., 22. Der Sprössling einer griechischen Reedereifamilie und Hiltons jüngere Schwester Nicky, 23, statteten der Gefangenen gestern einen 30-minütigen Besuch ab, wie "People.com" berichtete. "Sie ist stark", sagte Nicky Hilton nach Verlassen der Krankenstation des Bezirksgefängnisses von Los Angeles.
Für ihre 26-jährige Schwester war es nach Stippvisiten ihres Anwalts und ihres Psychiaters der erste private Besuch hinter Gittern. Die Millionenerben Hilton und Niarchos hatten sich im Mai 2006 zum ersten Mal getrennt, waren aber für zwei Wochen wieder zusammengekommen und auch danach turtelnd gesichtet worden.
Wie der Internetdienst "TMZ" berichtet, hatte Hilton die Gäste ausgesucht, da sie nur zwei Besucher pro Tag empfangen darf. Ihre Eltern würden morgen in der Twin Towers Correctional Facility erwartet.
Nach den Vorwürfen wegen vermeintlicher Sonderbehandlung infolge von Hiltons kurzzeitiger Entlassung aus dem Gefängnis hatten laut "People" auch ihre Besucher gestern Unmut erregt. Wartende Familienangehörige von Insassen hätten sich beschwert, dass Nicky Hilton und Niarchos ohne Wartezeit in das Gefängnis gelassen wurden.
Ein Sprecher des Sheriff-Büros stritt ab, dass die prominenten Besucher bevorzugt behandelt wurden.
Paris Hilton war am Donnerstag wegen nicht näher erläuterter gesundheitlicher Probleme aus dem Gefängnis entlassen worden, nachdem sie nur drei von mindestens 23 Tagen Haft abgesessen hatte. Am Freitag hatte ein Richter den Hausarrest jedoch wieder aufgehoben und Hilton wegen Alkohols am Steuer und Fahrens ohne Führerschein zurück ins Gefängnis geschickt. Die 26-Jährige will die Entscheidung nicht anfechten.
jdl/ddp