Halloween-Horror: Heidi Klum schockiert Hindus - DER SPIEGEL
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Halloween-Horror Heidi Klum schockiert Hindus

Weil sie zu ihrer eigenen Halloween-Party als indische Gottheit Kali erschien, erzürnen sich amerikanische Hindus über Heidi Klum. Sie fühlen sich durch die Verkleidung des Top-Models in ihrem Glauben verletzt - und fordern eine Entschuldigung.
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New York - Heidi Klum ist schon seit längerem bekannt für die extravaganten Halloween-Kostüme, mit denen sich die 35-Jährige auf ihrer jährlichen Grusel-Party präsentiert.

Auch am vergangenen Freitag sollte es wohl etwas Besonderes sein: Verkleidet als indische Göttin Kali, blaugefärbt und achtarmig, mit einer Totenkopfkette um den Hals und von der Taille baumelnden Gummiköpfen, posierte die "Germany's Next Topmodel"-Moderatorin vor den Fotografen im Edelclub "1 Oak" in New York.

Doch mit diesem Outfit dürfte sich Klum keinen Gefallen getan haben: In der indisch-amerikanischen Gemeinde regt sich heftiger Proteste gegen die Verkleidung der feierfreudigen Bergisch Gladbacherin. Den Gläubigen missfällt es, dass Klum ihre Gottheit ins Lächerliche zieht.

"Die Göttin Kali wird im Hinduismus hoch verehrt. Sie soll in Tempeln angebetet werden", zitiert "The Times of India" den Präsidenten der amerikanischen Hindu-Gemeinschaft, Rajan Zed.

Kali ("Die Schwarze") gilt als Göttin des Todes und der Zerstörung, aber auch des Lebens und der Erneuerung. Traditionelle Darstellungen zeigen sie mit mehreren Armen, einer Halskette aus Schädeln und einem Rock aus abgeschlagenen Fingern.

"Hindus freuen sich, wenn Hollywood und die Unterhaltungsindustrie sich mit ihrem Glauben auseinandersetzen. Sie sollten dies jedoch ernsthaft und respektvoll tun und die Religion nicht dazu benutzen, sich zu schmücken oder aus selbstsüchtigen Gründen zu bereichern", sagte Zed weiter.

Klum war in den vergangenen Jahren immer wieder durch ihre ausgefallenen Kostümideen aufgefallen. So erschien das Model unter anderem als Raubkatze, Vampir oder Apfel samt Schlange zu den inzwischen etablierten Partys, die viele Prominente anziehen.

In New York hatte sich Klum noch begeistert vom eigenen Outfit gezeigt. "Es war eigentlich die Idee meiner Assistentin", erzählte das Model laut USMagazine.com anwesenden Reportern. "Ich mag die Göttin Kali, sie ist so schön fies", zitiert die Website Klum weiter, die in Begleitung ihres Ehemanns Seal kam. Der US-Sänger hatte sich als mongolischer Krieger verkleidet.

Ob Klums Begeisterung über ihr Kali-Kostüm nach den Vorwürfen anhält, ist fraglich: Die hinduistische Gemeinde forderte inzwischen eine Entschuldigung der Deutschen.

Gegenüber SPIEGEL ONLINE wollten sich weder Klum noch ihr Manager und Vater Günther Klum zu dem Vorfall äußern.

Klum, die sich selbst als Fan der indischen Kultur bezeichnet, war erst im vergangenen Jahr mit Ehemann Seal nach Indien gereist. Dort soll das Promi-Paar vor einem Hindu-Priester sein Ehegelöbnis erneuert haben.

ber

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