Vorwürfe gegen US-Produzenten Harvey Weinstein verklagt eigene Firma
Harvey Weinstein geht gegen seine eigene Firma vor. Der Produzent verklagt "The Weinstein Company", um an E-Mails, seine Personalakte und andere Dokumente zu gelangen.
Seine Anwälte argumentieren, dass die Dokumente der Schlüssel zu seiner Verteidigung seien. Etliche Frauen werfen dem Produzenten sexuelle Übergriffe bis zur Vergewaltigung vor.
"Herr Weinstein glaubt, dass sein E-Mail-Account Informationen enthält, die ihn und damit seine Firma von Ansprüchen entlasten, die möglicherweise gegen ihn erhoben werden", schrieb einer seiner Anwälte in einer E-Mail.
Angesichts einer in dieser Woche eingereichten Klage einer Schauspielerin gegen die Weinstein Company, in der fünf Millionen Dollar Entschädigung gefordert werden, sei es notwendig, dass Weinstein Zugang zu den Dokumenten erhalte, um der Firma "ungerechtfertigte Vergleiche oder Verurteilungen" zu ersparen.
Die Klage wurde nur wenige Stunden eingereicht, nachdem sich die Schauspielerin Ashley Judd im Fernsehen zu den Vorwürfen gegen Weinstein geäußert hatte. Weinstein hatte die Firma 2005 gegründet, er wurde bereits als Vorstandschef entlassen, aus dem Aufsichtsrat trat er zurück. Laut "New York Times" gehören ihm und seinem Bruder Bob noch immer 42 Prozent der Firma .
Vorwürfe gegen Medienmogul: Die Akte Weinstein