Hugh Grant: In Wirklichkeit verwegen
Hugh Grant "Ich bin schlecht. Wirklich"
Man kennt ihn als guten Mann, als Nice guy aus Filmen wie "Notting Hill", "Tatsächlich...Liebe" oder "Vier Hochzeiten und ein Todesfall": Hugh Grant. Nur wenige haben ein solches Schwiegersohn-Gesicht wie er.
Doch jetzt hat Hugh Grant klargestellt: So bin ich gar nicht. Eine Journalistin des "Hollywood Reporter " wollte von ihm wissen, welche seiner Eigenschaften die Leute überraschen würde. Grant sagte dazu trocken: "Wie fies ich bin". Viele hätten all diese romantischen Komödien mit ihm gesehen, deshalb dachten sie, er sei nett. "Aber ich bin schlecht. Wirklich."
Außerdem gestand Grant, er habe wegen der Filme an einem Minderwertigkeitskomplex gelitten. Doch das sei nicht mehr so schlimm, seit er "zu alt und hässlich und fett" für die Filme geworden sei.
Hugh Grant: In Wirklichkeit verwegen
Er habe das Gefühl gehabt, immer in die gleiche Schublade gesteckt zu werden. Dennoch könne er sich nicht beschweren: "Ich habe Unmengen Geld verdient." Außerdem könne er zu den allermeisten Filmen stehen. Es sei eben sein Job, die Leute zu unterhalten. "Ich sehe uns als Handwerker, so wie der Typ, der das Licht macht".
Dass Hugh Grant nicht so ist wie seine Filmcharaktere, hat er längst bewiesen: 1995 wurde er in Los Angeles mit einer Prostituierten erwischt und wegen "unzüchtigen Verhaltens" festgenommen . Damals war er noch mit Liz Hurley verheiratet.
Im Radio sagte er 2016, er glaube nicht, dass ein Mensch für 40 Jahre Treue gemacht sei. "Wer hat so etwas je behauptet? Vielleicht die Bibel oder so. Niemand hat jemals gesagt, dass das eine gute Idee ist."
Und trotzdem hat er im vergangenen Jahr geheiratet. Seinen Sinneswandel begründete er so: "Ich denke immer noch, dass es Unsinn ist, und meine Frau denkt das übrigens auch." Aber es sei einfach eine "nette, bequeme" Sache gewesen.