"I Love Lucy": Furchteinflößende Statue ersetzt - DER SPIEGEL
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Statue von US-Serienstar: Weg mit "Scary Lucy"

Foto: AP/The Post-Journal

Darstellerin aus "I Love Lucy" US-Gemeinde ersetzt Statue zum Fürchten

Eine Skulptur sollte die Hauptdarstellerin der Sitcom "I Love Lucy" ehren - wirkte aber wie aus der Geisterbahn. Fans gaben keine Ruhe, bis die "furchterregende Lucy" weg war. Nun wurde Statue Nummer zwei enthüllt.
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Celoron im US-Bundesstaat New York ist ein kleines Dorf, das an Touristenattraktionen nicht besonders viel zu bieten hat. Für die Gemeinde ist es ein glücklicher Zufall, dass die Schauspielerin Lucille Ball dort aufwuchs. Sie spielte eine Hauptrolle in der Fünfzigerjahre-Sitcom "I Love Lucy".

Prima, dachten sich Bürgermeister Scott Schrecengost und seine Mitstreiter. Eine Statue zu Ehren Balls errichten - und schon hat Celoron eine Attraktion mehr.

Das war 2009. Und die Sache lief nicht so wie geplant. Kaum war die Statue des Bildhauers Dave Poulin im Lucille Ball Memorial Park enthüllt, machte sich Entsetzen breit. Eine entfernte Ähnlichkeit mit Ball war mit gutem Willen noch zu erkennen. Aber insgesamt wirkte das Standbild eher der Geisterbahn oder einem Horrorfilm als einer Familiensendung entnommen. Schnell etablierte sich der Spitzname "Scary Lucy", "furchterregende Lucy".

Auf Facebook kursierte ein Aufruf, die Statue wegzuschaffen. Poulin bekam Todesdrohungen und musste eingestehen, seine Skulptur habe etwas Beunruhigendes. Sein Angebot, gratis eine neue Statue zu machen, wurde abgelehnt.

Stattdessen beauftragte die Gemeinde die Bildhauerin Carolyn Palmer mit Versuch Nummer zwei. Am Samstag wäre Ball 105 Jahre alt geworden - und an diesem Tag wurde nun die neue Statue enthüllt. Die Fans sind begeistert. Hunderte waren bei der Zeremonie dabei und schrien "Lucy, Lucy!"

"Das war eine ziemlich wilde Fahrt", sagte Bürgermeister Schrecengost bei der Enthüllung über die Lucy-Posse. Man sei mit Angeboten für eine neue Statue bombardiert worden. "Scary Lucy" solle nicht verschrottet werden, sondern einen anderen Platz bekommen.

Die neue Statue zeigt Ball in einem Kleid im Stil der Fünfziger. Palmer arbeitete neun Monate an dem Werk. Sie schaute sich viele Folgen der Sitcom an und ließ Models in der Mode der damaligen Zeit posieren. Sie habe nicht nur die Darstellerin aus der Serie zeigen wollen, sagte Palmer, "sondern auch die glamouröse Hollywood-Ikone".

ulz/AP