Irak-Einsatz: Prinz Harry lernt arabisch - DER SPIEGEL
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Irak-Einsatz Prinz Harry lernt arabisch

Das Gerücht kursiert schon länger: Jetzt soll Prinz Harry tatsächlich als Soldat in den Irak gehen, berichten britische Medien. Mit einem Spezialtraining werde der Prinz auf den Militäreinsatz vorbereitet. Harry soll arabisch lernen und sich mit den irakischen Sitten vertraut machen.
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London - Ein Einsatz des britischen Prinzen Harry, 22, im Irak wird nach einem Londoner Zeitungsbericht immer wahrscheinlicher: Harry werde kommende Woche an einem Spezialtraining der Armee teilnehmen, das allein für Soldaten gedacht sei, die in den Irak gingen, berichtete "News of the World". Dazu gehöre unter anderem, dass Harry Grundkenntnisse der arabischen Sprache sowie Hinweise für einen "freundlichen Umgang mit der Zivilbevölkerung, aber auch für das Erteilen von Befehlen" vermittelt werden.

Eine endgültige Entscheidung über die Entsendung sei zwar noch nicht gefallen, aber Prinz Harrys Abkommandierung zu einem Kurs der "Operational Training and Advisory Group" (OPTAG) werde in Militärkreisen als sicheres Zeichen dafür gewertet, dass er sich auf einen Irak-Einsatz vorbereite, schrieb "News of the World". Das Blatt zitiert eine nicht näher bezeichnete Militärquelle: "Dieses Training ist ausschließlich für Truppen, die das grüne Licht für den Irak haben."

Nach übereinstimmender Einschätzung britischer Medien würde der Prinz jedoch im Falle einer Entsendung nicht an Kampfeinsätzen teilnehmen und zudem einen besonderen Personenschutz erhalten. In Sicherheitskreisen hieß es, der Prinz könne im Irak "ein Magnet für Selbstmordattentäter" sein.

Harry wird schon länger nachgesagt, dass er mit der Armee in den Irak will. Den Einsatz eines Mitglieds des Königshauses als aktiver Soldat an der Front hat bereits sein Onkel Andrew vorgemacht: Der Sohn von Königin Elizabeth II flog 1982 während des Kriegs mit Argentinien um die Hoheitsrechte über die Falklandinseln einen Armeehubschrauber.

Dass Harrys Regiment mit Jahresbeginn für einen sechsmonatigen Einsatz in der südirakischen Provinz Basra trainieren würde, war bereits zuvor bekannt geworden. Harry hatte mehrfach erklärt, er wolle dort hingehen, wo "meine Kameraden hingeschickt werden". Der Enkel von Königin Elizabeth II. soll sogar damit gedroht haben, andernfalls die Armee zu verlassen.

Falls Harry in den Irak gehe, wolle sie auf eine Amerika-Reise gehen, um besser mit der Angst um ihren Prinzen fertig zu werden, hatte Harrys Freundin, Chelsy Davy, erklärt.

"Sie will unbedingt etwas finden, um ihre Gedanken von Harry abzulenken, während er mit seinem Regiment zu tun hat", zitierte die "Sun" einen "engen Freund" von Chelsy Davy. Sie wolle deshalb mit ihrem Bruder Shaun, 24, die Casinostadt Reno (US-Bundesstaat Nevada) und danach die brasilianische Metropole Rio de Janeiro besuchen.

anr/dpa/AFP