James-Bond-Dreh in Mexiko-Stadt: Händler beklagen Verluste - DER SPIEGEL
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Bond-Dreh in Mexiko: Der Spion, der mir das Geschäft versiebte

Foto: HENRY ROMERO/ REUTERS

Bond-Dreharbeiten in Mexiko-Stadt Kauf an einem anderen Tag

James Bond mag gut fürs Image sein, aber schlecht fürs Geschäft: Händler in Mexikos Hauptstadt beklagen wegen der Dreharbeiten zum neuen 007-Film "Spectre" Einbußen. Es geht um mehr als 20 Millionen Euro.
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Irgendwie werden James Bond und Mexiko-Stadt nicht richtig miteinander warm. Erst gab es Berichte, wonach die Stadt viele Millionen gezahlt habe, um im neuen Bond-Film "Spectre" gut dazustehen. Und jetzt beschweren sich Einzelhändler in der Metropole: Bond, so ihre Klage, ist schlecht fürs Geschäft. Die Rede ist von umgerechnet rund 23 Millionen Euro Verlusten.

Für die Dreharbeiten wurden in der Innenstadt viele Straßen und Einkaufszentren geschlossen, teilte die Handelskammer Canacope mit. Mehr als 6000 Läden seien betroffen.

Die Sperrungen traten am 19. März in Kraft und gelten bis zum 1. April. Vor wenigen Tagen gab es bereits Berichte, in der ersten Drehwoche seien die Verkäufe um 60 Prozent zurückgegangen. Manche Angestellte hätten nicht einmal zur Arbeit gehen können, und die Filmcrew habe viele Kunden verschreckt.

Erstes mexikanisches Bond-Girl

Zwar haben die Dreharbeiten dem Stadtzentrum enorme Aufmerksamkeit beschert. Doch die Entschädigung von 100 bis 130 Dollar pro Tag für die betroffenen Geschäfte sei angesichts des tatsächlichen Ausfalls lächerlich, beklagten die Händler laut Canacope.

Daniel Craig ist als Bond für "Spectre" unter anderem im alten Senatsgebäude von Mexiko-Stadt im Einsatz. Auch auf dem zentralen Zócalo-Platz wurde zwei Wochen lang gedreht. Vor der Kamera stand dabei auch das erste mexikanische "Bond-Girl" Stephanie Sigman.

Mitte März hatte eine auf Steuerthemen spezialisierte Website berichtet, aus Kostengründen sei die Bond-Produktion Mexiko entgegengekommen - etwa durch den Austausch von Figuren und bei Besetzungswünschen. Für vier Minuten Mexiko, hübsch verpackt, seien im Gegenzug 14 Millionen Dollar an mexikanischen Filmfördermitteln zugesagt worden, schrieb "Tax Analysts". Die Filmkommission von Mexiko-Stadt widersprach vehement - man habe keinen Einfluss auf das Skript gehabt.

Weitere Drehorte des Films sind London, Rom, das österreichische Sölden und Tanger in Marokko. Der Kinostart des 24. Abenteuers aus der 007-Reihe ist für November geplant.

ulz/wit/AFP

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