Jennifer Aniston über Boulevardreporter: Appell an den Anstand - DER SPIEGEL
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Jennifer Aniston: Promi gegen Papparazzis

Foto: Vittorio Zunino Celotto/ Getty Images for Giffoni Film Fe

Jennifer Aniston über Boulevardreporter "Wir müssen aufhören, ihnen zuzuhören"

"Wir Frauen machen mehr als uns fortzupflanzen": Jennifer Aniston hat sich in einem Interview über Paparazzi und das Frauenbild in Klatschblättern echauffiert. Ihre Forderung: ein Boykott.
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Jennifer Aniston ist genervt, mal wieder. Erst im Sommer hatte die Schauspielerin in einem Essay ihrem Ärger über Gerüchte, Paparazzi und den Boulevard freien Lauf gelassen - und dabei klargestellt: "Ich bin nicht schwanger."

Jetzt hat sich die 47-Jährige erneut penetrante und dreiste Medienmacher vorgeknöpft: Boulevardblätter trügen eine große Verantwortung, sagte sie Medienberichten zufolge  in der US-Show von Talkmasterin Ellen DeGeneres. "Sie und wir alle müssen Verantwortung dafür übernehmen, was wir in unsere Gehirne lassen."

Vor allem ärgert sich Aniston über das von Klatschseiten transportierte Frauenbild. "Wir als Frauen machen in dieser Welt als Frauen eine Menge anderer unglaublicher Dinge als uns nur fortzupflanzen", sagte sie. "Aber es ist so, dass wir einfach eingeengt werden." Sie sei daher besonders schockiert, dass Frauen viele "dieser fürchterlichen Artikel" verfassten.

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Jennifer Aniston: Promi gegen Papparazzis

Foto: Vittorio Zunino Celotto/ Getty Images for Giffoni Film Fe

"Wir müssen aufhören, ihnen zuzuhören", so Aniston, "und wir müssen aufhören sie zu kaufen." Stattdessen müssten Frauen sich gegenseitig unterstützen, lieben und stolz sein - unabhängig davon, welche Entscheidungen sie in ihrem Leben träfen.

Aniston ist schon seit Längerem genervt von aufdringlichen Fotografen und Reportern. Zuletzt hatte sie sich im August darüber beschwert, ständig nach einem möglichen Kinderwunsch gefragt zu werden. "Wir Frauen müssen nicht verheiratet sein oder Kinder haben, um vollkommen zu sein", sagte sie in einem Interview. "Nur wir allein bestimmen, wie unser ganz persönliches Happy End für uns aussehen soll."

Über ihr Image als erfolgreiche, stets perfekt gestylte Powerfrau könne sie hingegen lachen. "Ich werde immer in Schubladen gesteckt oder bekomme von außen Labels aufgeklebt, die mit mir und der Realität meist wenig zu tun haben", sagte sie. "Ich selbst habe nicht den Wunsch, immer perfekt und erfolgreich zu sein - ehrlich gesagt sind mir diese Dinge eher schnuppe."

mxw/dpa