Jennifer Aniston Wie man ein Loser-Image los wird
Los Angeles - Seit sich Ex-Gatte Brad Pitt von ihr trennte - und zwar, um fortan mit Männertraum, Übermutter und Lichtgestalt Angelina Jolie eine allerliebste und stetig wachsende Kinderschar zu betreuen - ist Jennifer Aniston schlicht die "Verlassene".
Die 40-jährige Schauspielerin ist zwar einer der bestbezahlten Hollywoodstars, privat klappt seit ihrer Scheidung jedoch nur wenig. Sie wurde also bedauert, bei der Suche nach einem neuen Partner von der Presse beäugt - und musste immer krampfhaft-fröhliche Miene zum traurigen Spiel machen.
Doch dem Underdog gehören letztlich die Sympathien - so auch Aniston, die am Wochenende einen Ehrenpreis der Vereinigung "Women in Film" erhielt. Ihre Dankesrede nutzte Aniston laut einem Bericht des US-Magazins "People", um sich über ihr notorisches Pech in Liebesdingen lustig zu machen.
Ihre Filmtitel, so Aniston, seien an allem Schuld - die prophezeiten nämlich immer das, was kurz darauf in ihrem Leben geschehe. "Es hat ganz harmlos angefangen, mit dem Film 'The Good Girl'", so Aniston bei der Gala. "Aber dann kam 'Wo die Liebe hinfällt', gefolgt von 'Entgleist' und schließlich 'Trennung mit Hindernissen'. Hat nicht mal jemand ein Projekt für mich mit dem Titel 'Ewige Liebe mit einem wirklich erwachsenen tollen Mann'?"
Aufmerksame Beobachter merkten natürlich, was unerwähnt blieb: Dass nach ihrem Film "Er steht einfach nicht auf dich" Anistons Beziehung zu dem Sänger John Mayer zerbrach.
Komikerin Chelsea Handler hatte zuvor erklärt, Aniston erhalte die Auszeichnung, weil sie die Präsenz von Frauen in der Unterhaltungsindustrie erhöht habe. Seit Aniston sich vom Mayer getrennt habe, so Handler, sei dessen Präsenz in der Unterhaltungsindustrie deutlich gesunken: "Und dafür sind wir Jennifer dankbar."