Gestorben Jim Riswold, 66
Seine Kampagnen waren Kunstwerke, die Kommerz und Kultur verbanden. Etwa der Clip für den Nike-Sportschuh »Air Jordan«. Der Regisseur Spike Lee spielt darin einen verrückten Basketball-Fan (den er in seinem eigenen Film »She’s Gotta Have It« auch schon verkörpert hatte), der dem Geheimnis von Michael Jordan, dem größten Basketballer aller Zeiten, auf die Spur kommen will: Ist es die Frisur? Die extralange Hose? Sind es die Dunks? Lee war auch der Regisseur des Clips, der schnell geschnitten und in coolem Schwarz-Weiß auf die einzig logische Antwort hinläuft: Es sind natürlich die Schuhe. Auch wenn Jordan »no« sagt. 1988 wurde der erste Clip veröffentlicht, Lee und Jordan warben weitere 16 Jahre zusammen.
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Oder die Kampagne, wieder für Nike, mit der er 1996 den Golfer Tiger Woods präsentierte – und den Rassismus, der ihm entgegenschlug, zu einem Problem der anderen machte: »Hallo Welt! Ich habe gehört, ich sei nicht bereit für dich? Bist du denn bereit für mich?« Jim Riswold wuchs in Seattle auf, studierte Philosophie und fing dann bei der Agentur Wieden + Kennedy an. Er war stolz darauf, sich von niemandem hineinreden zu lassen und im Lauf der Jahre mehrmals von Nike gefeuert worden zu sein. Sein Gefühl für den coolen Spruch verließ ihn auch am Schluss nicht: »Okay, I’m Dead Now« ist der letzte Eintrag seiner Instagram-Seite.
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Jim Riswold, der vor Jahren an Krebs erkrankte, starb am 9. August in Portland.