"Karma"-Gate: Sharon Stone beleidigt die Chinesen - DER SPIEGEL
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"Karma"-Gate Sharon Stone beleidigt die Chinesen

Schlechter Instinkt, Sharon Stone: Eine als pietätlos empfundene Äußerung macht die Karriere des Stars in China zunichte. Die Diva hatte bemerkt, die Erdbeben-Katastrophe gehe auf "schlechtes Karma" des Landes zurück. Jetzt verhängte die größte Kinokette einen Stone-Boykott.
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Los Angeles - Mit ihren Äußerungen zum Erdbeben in China hat sich Sharon Stone keinen Gefallen getan: Der Gründer einer der größten Kinoketten der Volksrepublik kündigte an, ihre Filme nicht mehr in seinen Kinos zu zeigen, wie die Zeitschrift "The Hollywood Reporter" berichtete.

Während des Filmfestivals in Cannes hatte Stone in am vergangenen Samstag gesagt: "Ich bin nicht glücklich darüber, wie die Chinesen die Tibeter behandeln, ich denke nicht, das man grausam zu anderen sein sollte." Weiter sagte sie: "Und dann passierte dieses Erdbeben und der ganze andere Kram. Ich dachte, ist das Karma, wenn man nicht nett ist, dass dann böse Dinge passieren?"

Der Gründer der Kinokette UME Cineplex, Ng See Yuen, bezeichnete Stones Äußerungen als "unangemessen". Schauspieler sollten ihre politischen Ansichten nicht mit einer Naturkatastrophe in Verbindung zu bringen, die fünf Millionen Chinesen obdachlos gemacht habe, sagte er. UME betreibt Kinos unter anderem in Peking, Shanghai, Chongqing, Hangzhou und Guangzhou - den größten Filmmärkten des Landes.

Nach Angaben der Zeitung "Peking Times" hätten sich auch chinesische PR-Firmen von der US-Schauspielerin distanziert. So seien in Kaufhäusern in Peking die Werbeplakate von Stone, die für die Kosmetikfirma Christian Dior wirbt, abgenommen worden.

Mit ihrem Kommentar hatte die 50-Jährige in China für Empörung gesorgt. Im Video-Portal "YouTube" und in Internet-Foren ließen sich erboste Chinesen über den Hollywood-Star aus.

jjc/AFP/AP