Kate Moss: Magersucht-Vorwürfe
Kate Moss "Ich war nicht magersüchtig"
New York - Keine Frage, Kate Moss war extrem dünn, vermutlich auch zu dünn. Doch das Supermodel wehrt sich nach wie vor gegen Magersucht-Vorwürfe. Der US-Modezeitschrift "Allure" sagte die 39-Jährige: "Verantwortlich gemacht zu werden für eine Krankheit, die jemand hat, das hat mich aufgeregt. Ich war nicht magersüchtig."
Wegen ihrer Figur und ihres "Heroin Chic"-Looks hatte sich Moss in den neunziger Jahren vorwerfen lassen müssen, junge Mädchen zur Magersucht zu verführen. Immer wieder war auch über eine Drogensucht spekuliert worden. "Ich soll Heroin genommen haben? Ich dachte damals: 'Das ist lächerlich, ich weiß, dass ich kein Heroin nehme.'" Alles sei nur aufgebauscht worden, weil sie schwarzen Eyeliner getragen habe, der verschmiert gewesen sei.
Mittlerweile gerät Moss nicht mehr so leicht in den Verdacht, magersüchtig zu sein - wie das Model kürzlich erfahren musste, verpackt in wenig schmeichelhaften Worten. Für Fotoaufnahmen hatte sich die 39-Jährige ein Körper-Double gegönnt, "das auffallend schlanker aussah als Kate", wie der britische "Mirror" ätzte.
Erst vor kurzem ließ sie sich nackt für eine Kampagne des Schmuckdesigners David Yurman ablichten, auch für die Sonnencreme-Marke St. Tropez posierte Moss freizügig. Demnächst soll sie sich angeblich anlässlich ihres Geburtstags für den "Playboy" ausziehen. Im Januar wird sie 40.
Zu Beginn ihrer Karriere hätte Moss mit solchen Posen deutlich mehr Probleme gehabt. "Ich mochte meine flache Brust nicht", sagte sie "Allure". Nacktaufnahmen seien eine große Herausforderung gewesen.
In früheren Interviews hatte Moss bereits erklärt, dass sie sich dabei schlecht gefühlt habe - etwa bei den Fotos, die ihrer Karriere den Startschuss gaben. Als 16-Jährige war sie im Magazin "The Face" zu sehen, teilweise unbekleidet, einen Arm vor der Brust, einen Sonnenhut vor dem Unterleib. Das sei sehr sonderbar für sie gewesen, so Moss.