Katja Riemann war früher schüchtern - und log deshalb - DER SPIEGEL
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Katja Riemann "Ich habe sehr lange gesagt, ich bin 40"

Katja Riemann war früher eine offenbar unsichere Frau - und behalf sich mitunter mit Lügen. Die Schauspielerin verriet nun auch, wer ihr Vorbild ist: eine junge Schwedin (die nicht Greta heißt).
Katja Riemann (Archivbild) war mal schüchtern - und behalf sich mit Notlügen
Katja Riemann (Archivbild) war mal schüchtern - und behalf sich mit Notlügen

Katja Riemann (Archivbild) war mal schüchtern - und behalf sich mit Notlügen

Foto: Thomas Niedermueller/ Getty Images
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Man könnte meinen, Katja Riemann sei schon seit langer Zeit eine selbstbewusste und willensstarke Frau. Erst vor wenigen Monaten hatte die Schauspielerin im Interview mit dem ZDF und SPIEGEL TV Frauen aus der ehemaligen DDR wegen ihrer gesellschaftlichen Rolle gelobt: "Die Ostfrauen waren viel emanzipierter."

Riemann selbst war hingegen offenbar lange eine schüchterne und ängstliche Frau. Sie habe sich selten getraut, etwas zu sagen, sagte die 56-Jährige im Radio-Talk "Mit den Waffeln einer Frau" mit Barbara Schöneberger. "Es war viele Jahre Arbeit, über meine Angst vor Menschen hinwegzukommen." Bis heute habe sie keine Freude an Konflikten.

Eine fixe Findelkind-Idee

Ein schwieriges Thema war demzufolge lange Zeit auch ihr Alter, verriet Riemann. "Ich hatte mal ein Verhältnis mit einem Mann, der 17 Jahre jünger war als ich." Sie habe ihm gegenüber behauptet, 40 zu sein - obwohl sie schon etwas älter gewesen sei. "Ich habe sehr lange gesagt, ich bin 40", sagte Riemann.

Eine ihrer Heldinnen sei seit ihrer Kindheit Pippi Langstrumpf. "Sie bekommt heute noch einmal eine richtige Bedeutung, in Zeiten wie diesen, in denen man die Frauen in ihrer Unabhängigkeit und Stärke, ihrer Klugheit und ihrem Witz entdeckt hat", sagte Riemann. "Die Idee von diesem elternlosen Kind hat mich nie verlassen."

Sie selbst habe als Mädchen geglaubt, ein Findelkind zu sein: "Ich war mir ganz sicher, dass meine Eltern nicht meine Eltern sind und meine Geschwister nicht meine Geschwister." Mittlerweile sei allerdings klar: "Meine Geschwister sind meine Geschwister, meine Eltern sind meine Eltern. Das sieht man auch ganz deutlich."

mxw