Knast-Urteil: Paris Hilton legt Berufung ein - DER SPIEGEL
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Knast-Urteil Paris Hilton legt Berufung ein

Paris Hilton sträubt sich mit aller Macht gegen ihre Gefängnisstrafe. Hilton, die trotz einer Bewährungsstrafe ohne Führerschein am Steuer erwischt wurde, ließ Berufung gegen das Urteil über 45 Tage Haft einlegen. Die Chancen auf Freiheit für das Partygirl stehen jedoch schlecht.
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Los Angeles - Wie die US-Zeitschrift "People" am Montag berichtete, hat die 26-Jährige über ihre Anwälte Berufung gegen das Urteil eingelegt. Hilton muss für 45 Tage hinter Gitter, weil sie trotz einer laufenden Bewährungsstrafe mehrfach ohne Führerschein erwischt worden war. Sie werde mit der Berufung kaum eine Chance haben, glaubt Rechtsprofessorin Laurie Levenson. "Es war ein klarer Fall", sagte die Expertin der Zeitschrift. Hiltons Entschuldigungen seien nicht glaubwürdig gewesen.

Sie habe sich auf ihren Pressesprecher verlassen, der sie in dem Glauben gelassen haben, sie dürfe weiter Auto fahren, brachte Hilton am Freitag im Gericht als Entschuldigung vor. Elliot Mintz habe ihr mehrmals bestätigt, sie könnte auch ohne Führerschein weiter Auto fahren, solange es mit ihrer Arbeit zu tun habe. Am Montag gab Hilton ihrem langjährigen Sprecher den Laufpass.

Die "Simple-Life"-TV-Darstellerin soll ihre Haftstrafe bis zum 5. Juni im Frauengefängnis der kalifornischen Kleinstadt Lynwood antreten. Dort soll sie eine spartanisch eingerichtete Doppelzelle mit einer anderen Gefangenen bekommen - allerdings in einem Trakt, der für die Bedürfnisse prominenter Insassen ausgerichtet ist und mehr Privatsphäre bietet. Für eine Stunde am Tag dürfe Hilton, wie alle anderen, die Zelle verlassen, sagte ein Justizsprecher. Die vorgeschriebene Kleidung besteht den Angaben zufolge aus einem orangefarbenen Overall. Das Frühstück wird zwischen 6 und 7.30 Uhr serviert, um 22 Uhr wird das Licht ausgeschaltet.

Die Erbin des milliardenschweren Hilton-Vermögens war Ende Februar mit hoher Geschwindigkeit und ohne Licht durch Hollywood gefahren und von der Polizei angehalten worden. Die Beamten stellten fest, dass ihr bereits nach einem früheren Vergehen der Führerschein entzogen worden war. Erst im Januar hatte sie wegen Trunkenheit am Steuer eine Bewährungsstrafe von 36 Monaten erhalten.

Sollte Hilton die Haftstrafe antreten müssen, ist allerdings fraglich, ob sie die gesamte Dauer absitzen muss. Oft wird den Häftlingen in ähnlichen Fällen die Hälfte der Haftzeit erlassen. Möglich wäre auch, dass Hilton die Überbelegung der Gefängnisse zugute kommt. Schauspielerin Michelle Rodriguez ("Lost") etwa soll von ihrer 60-tägigen Haftzeit wegen der Verletzung von Bewährungsauflagen nur vier Stunden und 20 Minuten abgesessen haben.

ffr/dpa/Reuters