Körperkult: Kate Winslet und die Kurvendiskussion - DER SPIEGEL
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Körperkult Kate Winslet und die Kurvendiskussion

Sie gilt unter den A-Klasse-Schauspielerinnen Hollywoods als besonders zeigefreudig: In einem Drittel ihrer Filme war Kate Winslet bisher hüllenlos zu sehen. In einem Interview sprach die 33-Jährige nun über ihr entspanntes Verhältnis zu ihrem Körper - und die Nacktszenen ihres neuen Films.
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Hamburg - Seit Jahren propagiert sie ein natürliches Körpergefühl - und trotzt dem Magerwahn Hollywoods: Kate Winslet, fünffach nominierte Oskar-Kandidatin, gilt vielen ihrer Kolleginnen als Vorbild, zeigt sie sich doch häufig gänzlich unverhüllt.

Jüngst gab sich gar Halle Berry, diverse Male unter den Top Ten der Sexiest Woman Alive gelistet, beeindruckt von Winslets entspanntem Verhältnis zum eigenen Körper. Auf die Frage, welche Schauspielerin sie bewundern würde, sagte Berry: "Kate Winslet. Sie ist immerzu nackt, sie hockt auf dem Klo, rennt splitterfasernackt herum. Sie ist frei. Ich wäre gern eine Schauspielerin, die so einverstanden ist mit ihrem Körper."

Selbstsicher plauderte Winslet nun auch in einem Interview über die Nacktszenen ihres neuen Films, der Verfilmung von Bernhard Schlinks Bestseller "Der Vorleser". Winslet spielt die Hauptrolle der KZ-Aufseherin Hanna Schmitz, die eine Affäre mit einem 15-jährigen Schüler hat. "Es war für mich wichtig, real auszusehen", erzählte sie in der US-Show "Entertainment Tonight". Für die Entblößungen vor der Kamera habe sie sich nicht extra mit Gymnastik in Form gebracht.

"Ich glaube nicht daran, dass Schauspieler und Schauspielerinnen unerreichbar perfekt aussehen sollten." Die Bettszenen mit dem 15 Jahre jüngeren David Kross seien kein Problem gewesen. "Es war das gleiche wie bei anderen Szenen dieser Art."

Zuletzt war Winslet in die Schlagzeilen geraten, weil sie Gerüchten, sie habe eine erotische Fotostrecke für die Zeitschrift "Vanity Fair" elektronisch geschönt, heftig widersprach. Britische Tageszeitungen hatten berichtet, die Fotostrecke sei das Ergebnis intensiver Bildbearbeitung gewesen.

Der Film "Der Vorleser" ist ab Februar in den deutschen Kinos zu sehen.

han/ddp

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