Kokain Ike Turner an Überdosis gestorben
San Diego - Der Rock-Pionier Ike Turner ist an einer Überdosis Kokain gestorben, teilte das Büro des Gerichtsmediziners im kalifornischen San Diego mit. Zum Tod des Musikers hätten außerdem eine Herz- und Gefäßerkrankung sowie ein Lungenemphysem beigetragen, sagte der leitende Ermittler.
Der frühere Mann von Soul-Sängerin Tina Turner starb bereits am 12. Dezember im Alter von 76 in seinem Haus in San Marcos, einer Vorstadt von San Diego. Seine Familie gab damals keine konkrete Todesursache an, sagte aber, dass Turner an einem Lungenemphysem litt.
Die Karriere des Musikers war über Jahrzehnte hinweg von Drogenexzessen und Gewalttätigkeiten überschattet. Ike Turner wurde zusammen mit Ehefrau durch Hits wie "A Fool For Love" und "River Deep, Mountain High" berühmt. Er konnte nach Bruch der Ehe 1976 und den schweren Missbrauchsvorwürfen seiner Frau nie mehr ganz an seine alten Erfolge anknüpfen.
Während Tina Turner 1984 ein Comeback feiern konnte, wurde Ike Turner 1989 nach jahrelangem Drogenmissbrauch inhaftiert und war 17 Monate im Gefängnis. Erst 2001 trat Ike Turner wieder als Musiker an die Öffentlichkeit. Kurz vor seinem Tod gelang ihm ein Comeback. Im Februar 2007 wurde er mit dem Grammy für das beste traditionelle Blues-Album ausgezeichnet.
cjp/AP/dpa