Kritik an Kolleginnen: Mel C schimpft über freizügige Outfits
Kolleginnenschelte Mel C, die Modepolizistin
London - Britney Spears ist schon lange nicht mehr der harmlose Teeniestar, sondern gibt auf der Bühne gerne mal den Vamp mit schwarzem BH und knallenger Lederhose. Katy Perry zeigte sich vor kurzem im ultrakurzen Kleid bei einer Filmpremiere. Und bei Lady Gaga gehört die Provokation durch Kleidung quasi schon zum Programm - etwa, als sie bei den MTV Music Awards mit einem Kleid aus Fleischlappen erschien. Und auch sonst ist die Sängerin nicht für besonders prüde Outfits bekannt.
Spears, Perry und Lady Gaga müssen sich nun - stellvertretend für alle Sängerinnen, die auf der Bühne gerne mal freizügige Outfits tragen - von einer Kollegin Kritik gefallen lassen. Denn was Tausende Fans an ihren Idolen nachahmenswert empfinden, geht Ex-Spice-Girl Mel C eindeutig zu weit. Die 37-Jährige, mit bürgerlichem Namen Melanie Chisholm, hat sich in der britischen Ausgabe des Magazins "People" kritisch über die Outfits anderer Sängerinnen ausgelassen.
Die Art, wie sich Lady Gaga, Spears und Perry kleideten, "vermittelt die falsche Botschaft an Teenagerinnen", sagte Chisholm. Die Sängerinnen verfügten allesamt über großartige Stimmen und hätten es nicht nötig, ihre Klamotten auszuziehen, um auf sich aufmerksam zu machen. "Sie gehen ein bisschen zu weit."
Schon immer habe man mit Sex Geschäfte gemacht, räumte Chisholm in dem Interview ein. "Aber es scheint, als sei der Sex in der Popmusik vorrangig geworden." Das Showbusiness gehe einfach mit einer "Du hast es, also zeige es"-Haltung einher.
Ungeklärt ist, ob Chisholms Kritik auch die ehemaligen Kolleginnen von den Spice Girls einschließt - immerhin war die Band nicht nur wegen ihres Gesangs bekannt. Und Mel C trat mit ihren Kolleginnen auch nicht nur im Rollkragenpullover auf.
In jedem Fall kommt Chisholms Kolleginnenschelte wohl nicht ganz zufällig gerade zu diesem Zeitpunkt: Im September erscheint ihr neues Album. Damit will Chisholm, die als Solokünstlerin mehr als zehn Millionen Platten verkauft hat, rein musikalisch überzeugen.