Lady-Kracher Michelle Obama trifft Carla Bruni
Straßburg - Bislang hatte Carla Bruni leichtes Spiel: Im Konzert der Regierungschef-Gattinnen galt die 41-jährige Ehefrau des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy als die liebreizendste und bestangezogene. Ihr Mann nutzte die Fotogenität seiner Frau gern bei offiziellen Anlässen. Wo Carla war, war das Rampenlicht.
Soweit die Situation im Prä-Michelle-Obama-Zeitalter.
Doch seitdem die 45-jährige Harvard-Juristin als Präsidentengattin ins Weiße Haus gezogen ist, gibt sie medial den Ton an. Ihr Besuch in London - sie begleitete Präsident Barack Obama zum G-20-Gipfel - geriet zum PR-Triumph der Obama-Administration.
Mit Spannung wurde deshalb das erste Aufeinandertreffen der First Ladys Bruni-Sarkozy und Obama erwartet. Am Freitagmittag nahm das französiche Präsidentenpaar das amerikanische in Straßburg in Empfang.
Die beiden Frauen begrüßten sich dabei ausgesprochen herzlich. Michelle Obama - im schwarzen, mit Mohnblumen bedruckten Seidenmantel - waren die Strapazen der vergangenen Tage jedoch deutlich anzusehen.
Frischer, wenn auch deutlich weniger elegant, wirkte Bruni in einem hellgrauen Ledermantel im Achtziger-Jahre-Look - mit großer Schleife und Ärmeln in Glockenoptik.
Ihrem Ruf, eine besondere Herzlichkeit an den Tag zu legen, wurde Michelle Obama trotz offensichtlicher Müdigkeit auch in Straßburg gerecht. Während Barack Obama und Carla Bruni sich etwas verhalten per Handschlag begrüßten, lagen sich Michelle Obama und "Sarko" bereits wangenbusselnd in den Armen.