Lana Del Rey streicht wegen Weinstein "Cola" aus Programm - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Fotostrecke

Lana Del Rey und "Cola": Änderung der Setlist

Foto: Mike Coppola / AFP

Lana Del Rey Keine Lust mehr auf "Cola"

Für den Song "Cola" ließ sich Lana Del Rey von Männern wie Harvey Weinstein inspirieren. Dann wurden die Vorwürfe gegen den Produzenten öffentlich. Nun ist der Sängerin bei dem Lied nicht mehr wohl.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Fall Harvey Weinstein zieht selbst dort Kreise, wo man es zunächst eher nicht erwarten würde: Etwa bei der Setlist für Lana Del Reys kommende Tournee. Die "Moon Tour" der Sängerin beginnt im Januar. Und ein eigentlich dafür vorgesehenes Lied wird im Programm wegen des Weinstein-Skandals fehlen: "Cola", 2012 auf Del Reys Platte "Paradise" erschienen.

Beim Schreiben des Liedes habe sie Typen wie Weinstein im Sinn gehabt, sagte Del Rey in einem MTV-Interview . Vor ihrem geistigen Auge habe sie einen großzügig-wohltätigen Mann gehabt, der Starlets mit Diamanten beschenke. Damals habe sie das witzig gefunden, sagte die Sängerin. Heute mache sie die Sache traurig. "Ich unterstütze die Frauen, die an die Öffentlichkeit gegangen sind. Ich finde, sie sind wirklich mutig."

Fotostrecke

Lana Del Rey und "Cola": Änderung der Setlist

Foto: Mike Coppola / AFP

Dutzende Frauen werfen Weinstein sexuelle Belästigung oder Vergewaltigung vor. Der Skandal um den Produzenten hat eine breite Debatte über sexuelle Gewalt ausgelöst. Inzwischen sind Vorwürfe gegen eine ganze Reihe bekannter Männer aus der Unterhaltungsbranche bekannt geworden - unter anderem Dustin Hoffman, Kevin Spacey und Ben Affleck.

Angesichts der massiven Anschuldigungen gegen Weinstein sei ihr nicht mehr wohl dabei, "Cola" live zu singen, sage Del Rey. Zeit, das Lied in den Ruhestand zu versetzen? "Auf jeden Fall. Das wäre das einzig Richtige."

In "Cola" gibt es unter anderem die Zeilen "Ich habe Appetit auf ältere Männer", "Er will nur mit seinem hübschen Baby Party machen" und "Ich kenne deine Frau und es macht ihr nichts aus". Zu ihrer konkreten Beziehung zu Weinstein äußerte sie sich in dem Interview nicht.

Fotostrecke

Vorwürfe gegen Medienmogul: Die Akte Weinstein

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images
ulz