Last des Ruhms: Susan Boyle, La Misérable - DER SPIEGEL
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Last des Ruhms Susan Boyle, La Misérable

Sie galt als schottisches Aschenputtel: Susan Boyles Auftritt bei "Britain's got Talent" ging um die Welt, die Schottin mutierte von der grauen Maus zum gefeierten Ausnahmetalent. Doch der Ruhm macht ihr zu schaffen - auf die Niederlage im Finale folgt nun eine unfreiwillige Schaffenspause.
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Hamburg - Susan Boyle schmetterte bei "Britain's Got Talent" die Hymne "I Dreamed a Dream" aus dem Musical "Les Misérables" - und Jury und Publikum weinten Krokodilstränen vor Rührung. Die 48-Jährige war der neue, weibliche Paul Potts, das Mauerblümchen, das es dank seiner Stimme allen gezeigt und alle Vorurteile Lügen gestraft hatte.

Doch Ende Mai kam die Niederlage: Boyle, als Favoritin gehandelt, wurde von den Zuschauern im Finale nur auf den zweiten Platz gewählt. Auf den Medienrummel folgte der Zusammenbruch, die Hausfrau musste nach dem Auftritt in einer Londoner Klinik behandelt werden, die Diagnose lautete emotionale Erschöpfung.

Nun hat Boyle erneut mehrere Auftritte aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Sie sei angewiesen worden, sich gesundheitlich zu schonen, sagte ein Sprecher der Sängerin laut einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA. Zunächst wurden zwei Auftritte in Manchester gecancelt.

Der wohl bedeutendste Auftritt ist für den 4. Juli anberaumt: Barack Obama hat Boyle nach Washington eingeladen, um anlässlich der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag im Weißen Haus zu singen. Ob sie sich bis dahin erholt hat, steht noch nicht fest.

Es wäre nicht das erste Mal, dass der US-Präsident auf die Sängerin warten muss. Bereits im Mai hatte sie eine Einladung nach Washington ausgeschlagen - weil sie zu beschäftigt war.

han/AP