Liebesentzug Der heimatlose "Dr. House"
London - Er ist ein Brite, der mit einer US-Serie den Durchbruch feierte und das bereitet ihm nun Sorge: TV-Star Hugh Laurie wurde international mit "Dr. House" bekannt. Doch seit er mit der Verkörperung des ebenso eigenwilligen wie genialen Infektionsspezialisten Erfolg habe, seien ihm in Großbritannien keine Rollen mehr angeboten worden, klagte der 48-Jährige nach Angaben der BBC.
"Man hat die Tür hinter mir zugeschlagen", sagte der aus Oxford stammende Schauspieler, der kürzlich erneut für die "House"-Rolle mit einem Golden Globe als bester TV-Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. "Da gibt es wohl die Auffassung, ich habe mich verkauft", fügte Laurie hinzu, der in der Serie mit amerikanischem Akzent spricht.
Zugleich räumte er jedoch ein, als "Dr. House" so beschäftigt zu sein, dass er kaum zu anderen Filmarbeiten käme. Und zumindest im Königshaus wurden Lauries schauspielerische Leistungen nicht übersehen: Immerhin nahm ihn die Queen im Mai 2007 in den Ritterorden "Most Excellent Order of the British Empire" auf.
"Dr. House" lief in den USA 2004 an und erwies sich sofort als Publikumsschlager. In Deutschland ist die Serie um außergewöhnliche und oft rätselhafte Krankheitsfälle seit Mai 2006 bei RTL zu sehen.
jjc/dpa